DER Transfall

Zur rechtlichen Situation bei Vergewaltigungen. Ein Fallbeispiel:

Eine Frau – von Menschen mit Penis, die sich selbst als Frau definieren, Uterusträger genannt –, wird von einem Mensch mit Penis, der sich selbst als Frau definiert, vergewaltigt.

Die Uterusträgerin darf nicht sagen, dass Sie von einem Mann vergewaltigt wurde, weil sie dann die Gefühle des Vergewaltigers verletzt und einen Gesetzesverstoß begeht, indem sie den Vergewaltiger „misgendered“. Dies ist Hass-schürend gegen Transgender = Transphob = Ein Verbrechen gegen die „Menchenrechte“.

Die Uterusträgerin darf bei der Polizei keinen Menschen mit Penis ablehnen, der sich selbst als Frau definiert, und die intime Befragung über die Vergewaltigung durchführt. Lehnt Sie diese Person ab, weil sie von keinem Mann befragt werden möchte, begeht sie einen Gesetzesverstoß, weil sie die Gefühle des Menschen mit Penis verletzt und die Person „misgendered“. Dies ist Hass-schürend gegen Transgender = Transphob = Ein Verbrechen gegen die „Menchenrechte“.

Die Uterusträgerin darf keinen Menschen mit Penis ablehnen, der sich selbst als Frau definiert, und die intime Untersuchung ihrer Vagina nach Vergewaltigungsspuren durchführt. Lehnt Sie diese Person ab …
… Sie wissen schon.

Die Uterusträgerin darf keine Geschworenen ablehnen, die zu 50% aus Männern und zu 50% aus Menschen mit Penis, die sich selbst als Frau definieren besteht. Lehnt sie 50% der Männer ab …

Die Uterusträgerin darf im Frauenhaus, in dem sie Schutz gesucht hat, nicht darauf bestehen, NICHT mit einem Mann in einem Zimmer zu schlafen, wenn dieser Mann einen Penis hat und sich selbst als Frau definiert. Genau, …

Der Mensch mit Penis, der sich selbst als Frau definiert und die Uterusträgerin vergewaltigt hat, hat, so lange seine Schuld nicht bewiesen ist, das gleiche Recht sich in dem Frauenhaus aufzuhalten wie die vergewaltigte Uterusträgerin.

Wenn die Uterusträgerin in ihren Äußerungen darauf besteht, von einem „Mann“ vergewaltig worden zu sein wird sie von Twitter, Facebook und Konsorten gesperrt, weil sie ein Hassverbrechen gegen Transgender begeht. Sie kann von dem vergewaltigenden Menschen mit Penis, der sich selbst als Frau definiert, rechtlich wegen Misgendering in den Ruin geklagt werden. Sie kann als rechte, transfeindliche TERF, der man in die Fresse hauen sollte, diffamiert, und am Arbeitsplatz entlassen werden.

Zurück zum Anfang. Die Uterusträgerin, die von einem Mensch mit Penis, der sich selbst als Frau definiert, vergewaltigt wurde, muss sagen, dass sie von einer Frau vergewaltigt wurde. Sie muss die Schwestern beschuldigen, die ihr eigentlich Schutz und Hilfe sind.

Der Mensch mit Penis, der sich selbst als Frau definiert und eine Uterusträgerin vergewaltigt hat, kommt in ein Frauengefängnis zu lauter Uterusträgerinnen. (Warum gab es früher nochmal getrennte Gefängnisse? Ahja, im Uterusträgerinnengefängnis gab es mehr Spiegel.)

In der Statistik taucht die Vergewaltigung als Vergewaltigung durch eine Frau auf. Damit fällt es als Hassverbrechen aus, denn ein Mensch mit Penis, der sich selbst als Frau definiert und eine Uterusträgerin vergwaltigt, kann kein Frauenhasser sein, weil er selbst eine „Frau“ ist. Was ein Glück.

Der Mensch mit Penis, der sich selbst als Frau definiert gründet nach seiner Entlassung mit Hilfe von „Fördermitteln für Frauen ab 40“, den Misgendering-Schmerzensgeldern von der Uterusträgerin, die er vergewaltigt hat und mit einem Mensch mit Penis, der sich selbst als Frau definiert, eine lesbische Lebensgemeinschaft und eine Butike in Düsseldorf.

Die Uterusträgerin hat durch die Traumatisierung das kurze Zeitfenster verpasst, in der ihre jahrzehntelange Maloche sie dank einer Frauenquote doch noch, gegen den Widerstand der Männerbünde, zu einem Vorstandsposten führen sollte. Die Frauenquote wird nun durch einen Menschen mit Penis, der sich selbst als Frau definiert, ausgefüllt.

Die Uterusträgerin hat endlich die Schnauze voll, definiert sich selbst als Mann, tritt in die katholische Kirche ein und wird Papst.

Männliche Vergewaltiger und Körperverletzer gibt es nicht mehr, weil alle vergewaltigenden, prügelnden und totschlagenden Menschen mit Penis sofort nach der Tat ihr inneres fehlkonfiguriertes Frau-sein entdecken und ins Frauengefängnis kommen. Endlich erhält jeder Mensch mit Penis, der sich selbst als Frau definiert, im Gefängnis seine eigene Uterusträgerin zur sexuellen Verfügung. Denn wenn die uterustragenden Menschen Sex mit dem Mensch mit Penis, der sich selbst als Frau definiert, ablehnen, behaupten die Menschen mit Penis die sich selbst als Frau definieren, dass dies nur auf Grund der Transphobie der uterustragenden Menschen geschehe. Somit entfallen vorzeitige Entlassungen für die Uterusträger wegen wiederholter Hassverbrechen.

Intersektionelle „Feministinnen“ schreiben 985 Bücher darüber, warum Frauen vergewaltigen und dass man nicht darüber reden darf, um die Seelen der vergewaltigenden Personen nicht zu schädigen. Sie erfinden 8216 neue Körperteilumschreibungen für Uterusträger. Männer, das friedliche Geschlecht, kommen in keiner Gewaltstatistik mehr vor.

Verstanden?

Und nun zur Prüfungsfrage:

Wessen Gefühle sind bedeutend in der Welt?

Die Reise nach Transilwahnien

Vor über hundert Jahren starteten die Frauen einen Angriff auf das Herrenrecht Hose. Frauen kämpften sich aus unpraktischen und teilweise lebensgefährlichen Röcken. Der Rock war ein fast unüberwindliches Hemmnis gegen die großen und kleinen Abenteuer des Lebens. Es klettert sich weder gut auf Bäume noch auf Pferde mit einem Rockungetüm. Es schleppt sich umständlich, verheddert sich und erfordert ständige Achtsamkeit. Und der Mini macht es nicht wirklich besser, wenn Frau permanent darauf achten muss, dass Mann ihr nicht in den Schritt glotzt.

Aber zurück zu den hundert Jahren. Das ist ja eine reichlich lange Zeit.

Am 14. Oktober 1970, also so ca. fünfzig Jahre nach dem vorsichtigen und mit vielerlei Empörung betrachteten Start, wagte es Lenelotte von Bothmer von der SPD, im Bundestag mit Hosen anzutreten. Ein Wesen der niederen Klasse maßte es sich an die Herrschaftsinsignien zu tragen. Die Reaktion war entsprechend heftig und zeigt die verbissene Machtgeilheit eines Herrschersystems, das bis heute seine Stellung verteidigt. Empörung und Häme von allen Seiten, auch von den Genossen. Aber aufhalten konnte die Frauen trotzdem niemand mehr. Die Frauen schafften sich Hosennormalität. Jahr für Jahr.

Aber, wo sind sie, die Herren, die Röcke tragen?

Wir sind wieder bei den hundert Jahren. Eine verdammt lange Zeit.

Weit und breit nichts zu sehen. Im Sommer in brütender Hitze kein Abgeordneter im kurzen luftigen Röckchen, keine Wallerock, unter dem das Gehänge fröhlich baumeln könnte. Nichts! Nada! Nixus! Zugegeben, es gibt nicht so viel zu gewinnen. Auch wenn einige Herren Abgeordnete heimlich Zuhause das Röckchen überlüpfen und zarten Schrittes zur Konfitüre trippeln, wissen sie, dass da kein Ruhm und Ehre ihrer harrt, wenn sie sich den herrschaftlichen Konventionen entziehen und ihren Stand verraten, indem Sie den Bundestag luftigen Schrittes durchpflügen. Die Herrschaftsfront steht felsenfest. Und da sind sich auch Islamisten und Linke einig, die Macht klebt immer auch an den Insignien der Macht. Was ist schon der König ohne Krone, der Papst ohne Hut und der Herr ohne Hose.

Ja, ja, ja, manche Herrschafts-Gruppierungen tragen auch Röcke. Aber eben andere als Frauen und dann sorgen sie auch noch dafür, dass Frauen einen Sack über den Kopf ziehen müssen, um ihrer niederen Stellung gemäß markiert zu sein.

Also wieder zurück zu den hundert Jahren in denen es Männer nicht geschafft haben ihr Herrschaftsdenken abzulegen. Es gibt ein sehr einfaches Indiz dafür. Die Mimese ist das Mittel der „niederen“ Klasse die „höhenwertige“ zu imitieren, um sich dazugehörig zu fühlen. Dies ist eine Eigenheit, die sich durch alle Kulturen und Klassen zieht. Frauen erobern sich mühsam die Machtinsignien der Männer. Männer betreiben keine Mimese, um zum Club der Frauen dazu zu gehören. Nein! Tun sie nicht! Sie wollen nicht dazu gehören. Wer will schon absteigen.

Radau, Tumult, große Empörung …

Dazu kommen wir noch.

Also noch einmal. Männer betreiben nicht diese Art von Mimese. Und nicht nur das. Sie kämpfen auch mit allen Mitteln dafür, dass ihre Geschlechtsgenossen dies nicht tun. Zu Recht. Denn Macht lässt sich nur aufrechterhalten, wenn die Übereinkunft zu den Herrschaftsinsignien zementiert bleibt. Dabei können Herrschaftsinsignien sich auch in Vermeidung ausdrücken. Dem Vermeiden des Windelwechselns z.B.. Für den Machtanspruch der Herrschenden ist es. bedeutend, dass die Herrschenden nicht die Tätigkeiten der niederen Klasse ausüben. Und wenn, dann nur unsichtbar im heimischen Keller.

Es gibt einen guten Grund für Frauen sich männliche Herrschaftsinsignien anzueignen. Es macht sie freier. Frauen erkämpfen sich seit Jahrhunderten diese Freiheit, ohne zu Männern zur werden. Sie sind Frauen mit Hosen, zigarrenrauchend, turnschuhetragend, radelnd und bergsteigend.

Männer gewinnen nichts, wenn sie die Mimese zur Frau vollziehen. Deswegen tun sie es auch nicht. Sie suchen lediglich eine Eigenheit, die den Frauen als Ersatz für die Teilhabe an einer gleichberechtigten Macht zugestanden wird.

Das Begehrt-werden

Meine liebe Kleine Du hast ein kleineres Hirn, bist unfähig zu logischem Denken, aber das Kleidchen macht die hinreißend.

Es ist die Währung, in der willige Weibchen bezahlt werden. Und es gibt kaum eine größere Strafe als das Begehren zu entziehen. Bleibt ja auch bei vielen Frauen, die ihr Leben ausschließlich auf diese Währung ausgerichtet haben, nicht viel übrig, wenn das wegfällt.

Die Männer aus der aktuellen Trans-Bubble, die das Frau-sein imitieren, wollen keine Frauen sein, auch wenn sie die Welt damit tyrannisieren, dass eine fundierte Wissenschaft wie die Biologie sich ihren Bedürfnissen unterzuordnen hat. Sie beanspruchen das Frausein als biologische Tatsache und als Machtinstrument. Sie wollen weder die Geschichte des Widerstands mit erben noch den Kampf um Gleichberechtigung. Sie wollen das Begehrt-werden on Top, ohne ihre sonstigen patriarchalen Attitüden aufzugeben. Sie haben nichts gemein mit den Transmenschen früherer Zeiten, die ihre weiche Seite, die sie mit der Rolle „Frau-sein“ verbinden, leben wollten. Also das, was sie mit den für sie positiven Aspekten dieser Rolle verband. Sie behaupteten nicht eine biologische Frau zu sein. Sie vertraten ihre eigenen Interessen und maßt sich nicht an Frauen zu definieren.

Die aktuelle Trans-Bubble dagegen ist anmaßend. Mutig und gesellschaftsverändernd wäre es, als Mann sichtbar auf die Herrschaftsinsignien zu verzichten und Normalität für alle Formen des Ausdrucks zu erkämpfen. Als Mann! Aber mit wem? Unterstützung von der Altherrenriege gibt es dafür nicht. Die Altmacker wollen diese Art Männer los werden. Darum haben wir auch so eine vorauseilende Unterstützung der Böcke für Geschlechtsumdeklaration. Unisono sind sie sich einging, dass sie diese Art „Mann“ so schnell wie möglich aus ihrer Mitte katapultieren wollen. Männer müssen echte Männer bleiben.

Männer haben es in all den Jahren nicht geschafft den Jungs unter ihnen, die blumiger sein wollen, einen sicheren Platz in ihren Räumen zu schaffen. Sie lassen es zu, dass diese in Männerräumen verprügelt, vergewaltigt, gemobbt und ausgeschlossen werden. Und statt das zu ändern, drücken sie sich um wesentlich gesellschaftliche Veränderungen und schicken die Jungs, die sie loswerden wollen lieber zu den Frauen. Machen wir doch mal die Gegenprobe. Wo sind all die Transjungs, die in Männerräume drängen? Wo sind die Eltern, die sich vehement dafür einsetzen, dass ihre Tochter, die jetzt Martin heißt, in die Männer-Umkleideräume gehen darf? Oder die Transmänner, die im Frauensport erste Plätze belegt haben und jetzt in den Männersport drängen, um sich dort auf Platz 285 zu tummeln? Wo sind die kriminellen Transmänner, die sich um ein lauschiges Plätzchen im Männergefängnis bemühen?

Die Vielfalt bei Frauen ist fast unbegrenzt. Es gibt die zarte Elfige, die robuste Mutige, die witzig Raue, die blökende Sanfte…. Die Verteilung mag nicht ausgewogen sein, aber diese Frauen sind sichtbar und sie sind Frauen. Sie tragen Hosen und kurze Haare, weil es praktisch ist. Sie tragen lange Haare, weil sie sich damit schön fühlen. Sie trainieren sich Muskeln an, weil sie stark sein wollen. So war das jedenfalls bisher. Jetzt erklärt eine sektrierische Bubble ihnen, dass sie, um kraftvoll, mutig und cool zu sein ein Mann sein müssen.

Männer, die für sich das Begehrt-werden einfordern schaffen selten „Normalität“. Sie gestalten sich häufig zur überzogenen Karikatur und zum puren Klischee altbackener Vorstellungen von Weiblichkeit. Dabei steht für die scharf beäugende Herrenschar immer ein: „Schaut her, ich bedrohe eure Männlichkeit nicht, ihr seht ja, ich meine das nicht ernst. Ich bin eine Weiberwitzfigur ohne Frauen aufzuwerten.“ im Raum. Die neuen Männer der Transbewegung sind meist jung mit der Geisteshaltung der ewiggestrigen. Ihnen geht es um Macht, um Deutungshoheit über Frauen. Ihrem Machttünkel zuzuhören erinnert an die alten Böcke der 20er Jahre.

Die Sache mit der Biologie

Wenn wir mal den gesamten Plunder außen vor lassen, dann kommen Frauen und Männer nackt auf die Welt. Bei beiden wachsen die Haare. Beide werden moppelig, wenn man sie überfüttert. Beide werden sportlich, wenn man sie trainiert. Beide mögen glitzernde funkelnde Dinge, weil jeder Mensch, der noch nicht von Statusdenken deformiert ist, glitzernde funkelnde Dinge mag. Beide mögen vielleicht eher Rot und Rosa als Blau, weil die Natur die essbaren Sachen eher rot macht als blau. Es gibt keine Fabrikationshalle, in der weibliche Seelen in weibliche Körper und männliche Seelen in männliche Körper gestopft werden und wo es ab und zu zu Verwechslungen kommt.

Gibt es nicht!

Es gibt Menschen mit XX-Chromosomen und welche mit XY-Chromosomen. Und weil es keine Konfektionierungsabteilung gibt, gibt es auch keine falschen Körper. Wir kommen in einem Körper auf die Welt und der ist unser. Es gibt keine weibliche oder männliche Seelen oder weibliche oder männliche Psyche die via Konfiguration zugesteuert wird. Das was wir sind, ist das was wir sind. Es gibt allerdings

Anspruchsdenken und

Wunschdenken und

Narzissmus und

Sozialisation.

Es gibt eine anerzogene Unart zu glauben, man habe auf alles ein Anrecht, was man will.

Eine Schnecke kommt als Schnecke auf die Welt und hat keine schneckiches „Gefühl“. Sie fühlt sich nicht als Schnecke und käme noch weniger auf die Idee zu behaupten sie wäre ein Löwe im falschen Körper. Ein männliches und weibliches Baby fühlen sich nicht männlich oder weiblich. Sie fühlen Hunger, Durst, Angst, Geborgenheit…. Sich männlich oder weiblich zu „fühlen“ ist kein Gefühl sondern eine gesellschaftliche Deklaration. Ohne Sozialisation kämen Jungen-Baby und Mädchen-Baby auch nach fünfzig Jahre auf der Welt nicht auf die Idee so etwas Unsinniges zu behaupten wie sie würden sich männlich oder weiblich fühlen. Es gibt kein Geburtsgeschlechtsgefühl. Gibt es nicht. Wird zwar oft behauptet, ist aber wie die Homöopathie purer Unsinn.

Das, was wir haben, sind Bedürfnisse und Wünsche. Dann, wenn Rollendefinitionen an das Geschlecht angenagelt sind, reicht die Palette der angeblichen geschlechtsspezifischen Möglichkeiten nicht aus, um glücklich zu werden. Da hilft nur eins, die Rollendefinitionen aufzubrechen.

Transgender stellt festgefahrene Rollenmodelle nicht infrage sondern zementiert sie.

Und als kleiner Einschub. Ein XXX Chromosomensatz verändern nicht das Geschlecht.

Jedem seine Box

Es gab einmal eine Zeit, in der mutige Menschen sich ihre Rolle wählten, auch wenn dies ein vorgeschriebenes Geschlechterkonstrukt zerbrochen hat. Es ging darum sich von den vorgegebenen Zuschreibungen zu lösen und frei das zu leben, was das Leben „richtig“ macht. Raus aus der Box. Sich zu kleiden, wie man will, zu lieben wen man will, stark, schwach, laut, leise, introvertiert oder extrovertiert zu sein wie man will. Das alles ist ohne jegliche körperliche Geschlechtsanpassung möglich. Es ist nicht immer einfach, aber es ist möglich.

Wir hatten Frauen, die sich die Welt erobert haben. Und auch, wenn anfangs die Lesben mit den kurzen Haaren in Frauenräumen etwas vorsichtig beäugt und auch teilweise diffamiert wurden, hat sich doch über die Zeit die Solidarität der Frauen für Unterdrückte, durchgesetzt. Gemeinsam gegen das Patriarchat. Männer, die ihrer Rolle entkommen wollten hatten diesen einen Punkt nicht. Keine Solidarität und keine Zustimmung von Seiten der Herrschaften. Was lag da näher als bei Frauen Zuflucht und Unterstützung zu suchen. Ein verständlicher Wunsch, da Frauen sich immer am lautesten äußern, wenn es gegen das Unrecht gegen andere anzutreten gilt. Auch das Wahlrecht für Schwarze wurde mit Unterstützung der Frauenorganisationen durchgesetzt. Natürlich nur für schwarze Männer. Denn die waren, bei allen Unstimmigkeiten, mit den weißen Herren darüber einig, dass das Weib schwachsinnig und zur Politik ungeeignet war.

Der Hass auf die Frauen

Trans-Menschen haben also Zuflucht bei den Frauen gesucht. Nicht selten mit dem Anspruch, dass Frauen alles stehen und liegen lassen, um die eigene Agenda zugunsten der bedeutenden Probleme von Trans-Menschen beiseite zu legen. Es mag nicht völlig verwundern, dass dies vor allem männlich geborene und sozialisierte Trans-Menschen waren. Es sind aber völlig entgegengesetzte Ziele, die diese Gruppierungen verfolgen. Frauen kämpfen darum, dass Menschen unabhängig vom Geschlecht ihren individuellen Ausdruck leben können. Die Betonung liegt auf „unabhängig vom Geschlecht“. Die neuen Trans-Menschen kämpfen genau für das Gegenteil. Für jede Ausdrucksform soll es eine Box geben. Und diese Box soll auch immer genannt werden. Und jederzeit selbst definiert werden.

Wer im Netz die tausenden Kommentare dieser neuen Transfrauen über Frauen liest, die sich nicht ihre Sicht zu eigen machen, kann vor allem ein typisch männliches Gebaren ausmachen: Den Hass auf Frauen. Beschimpfungen und sexistische Herabsetzungen geben die Richtung vor. Narzistische Verletztheit in einem Konglomerat aus Mord- und Selbstmorddrohungen. Wie gesagt, es geht bei diesen Transfrauen nicht darum Frau zu sein. Es geht darum Macht der patriarchalen Herkunft mit der Anerkennung als begehrte Frauen zu verbinden.

Verpasst

Schon vor hunderten Jahren hätten wir damit beginnen sollen geschlechtszugeordnete Attribute vom Geschlecht abzukoppeln. Es ist nachhaltig gruselig, wenn eine ansonsten vernünftige Frau Kanzlerin Merkel klug bespricht und dann zum Schluss alles mit dem Hintern wieder einreißt, indem sie anfügt, dass sich Angela Merkel auch trotz verantwortungsvollem Job durchaus etwas weiblicher darstellen könnte. Sollen wir vielleicht für die weiblichen Regierungsmitglieder eine Lapdance-Stange in den Plenarsaal stellen, damit diese hin und wieder ihre Weiblichkeit zertifizieren lassen können?

Egal wie feministisch sich die Menschen geben, immer wieder landen alle bei dem Bedürfnis, Frauen in die alte Ecke zu stellen. Meine Tante hatte einen formidablen schwarzen Oberlippenbart. Das ist vollkommen normal und nicht unüblich, aber es gibt kaum ein größeres und besser gehütetes Geheimnis. Auch unter Feministinnen. Optische Attraktivität ist das Pfund, mit dem auch eingefleischte Feministinnen handeln und an dem Transfrauen interessiert sind. Und optische Attraktivität ist immer noch verknüpft mit Rollenstereotypen. Wen wundert´s, wenn alle Fernsehsender mit Abscheu Achselbehaarung oder unrasierte Beine bei Frauen kommentieren.

Wer hören will, was ein „richtiger“ Mann auf keinem Fall tragen darf, um bei Frauen anerkannt zu werden, muss nur einen Rockträger anführen. Also ein „normaler“ Mann, der einfach so morgens zur Arbeit geht und nicht etwa Conchita Wurst. Die Kunstfigur wird mit romantischer Verklärtheit bewundert, aber Zuhause wollen die „richtigen“ Frauen dann doch lieber kein „Weichei“ haben, das mit Kostümchen zur Arbeit stöckelt.

Aber genau solche „Kerle“ brauchen wir. Die ganz „normalen“, die einfach nur ihren Ausdruck leben wollen. Wir brauchen die bärtigen Frauen, die es wuchern lassen. Wir brauchen nicht die NarzistInnen, die von früh bis spät nur noch über ihre Ausdrucksmöglichkeiten sinnieren und Skulpturen aus sich formen. Wir brauchen die Normalität der Vielfalt. Leider sperren sich dagegen sowohl Männer als auch Frauen.

Statt dessen haben wir einen Boom an Körper und Psyche verändernden Eingriffen an Jugendlichen die von schlappen Eltern unterstützt werden, die sich um ihre Verantwortung drücken ihre Kinder durch schwere Zeiten zu begleiten und ihnen auch sinnvoll Grenzen zu ziehen. Und die erzkonservativen Politiker, die sich jahrzehntelang abstrampeln, um Frauen jedes Recht am eigenen Körper abzusprechen, wie z.B. der grauenvolle Männerrechteverteidiger Seehofer mit seinem reinen Männerministerium, klatschen Beifall und erlauben 14-jährigen Jungs sich für den Rest ihres Lebens zum Teil irreparabel „umdesignen“ zu lassen.

Irrsinn Selbstdefinition

Wer auch immer auf die Schnapsidee gekommen ist, dass man das Geschlecht selbst definieren kann, sollte fünf Jahre lang mit Donald Trump zusammen in einen Hasenstall gesperrt werden und sich dessen Elaborate zu seinen alternativen Fakten anhören müssen. Das Schreckliche ist, dass die immerwährende Wiederholung dieses Unsinns tatsächlich dazu geführt hat, dass Menschen das für eine schicke Idee halten. Und nach den Wünschen politischer Mitläufer soll das Geschlecht nun jährlich einmal gewechselt werden können.

Zum einen frage ich mich dann, wo das enden soll. Ich kann dann auch einklagen, dass ich meine Hautfarbe, meine Staatszugehörigkeit, meine Gattung, Körpergröße, … definieren kann. In meinem Pass steht dann: männlicher Nacktmull, 3 Meter hoch, Staatsangehörigkeit: Beteigeuzien. Und wenn man mir das absprechen will, muss ich mich umgehend mit Hilfe eines von mir noch zu findenden selbstdefinierten Wantangbeutelfrettchens entleiben lassen. Vorausgesetzt das ist größer als 3 Meter, sonst wird’s schwierig.
Zum anderen treibt diese Entwicklung schon die absurdesten Blüten. Männer, die sich im Frauensport Platz 1 erschleichen. Männer, die sich in Frauenumkleideräume und Frauengefängnisse hinein deklarieren. Männer, die darauf bestehen von Frauenärzten auf frauenspezifische Erkrankungen untersucht zu werden oder, die ein Waking von Dienstleisterinnen erzwingen möchten, die dies nur bei Frauen durchführen.

Wenn es nach den Gesetzesvorlagen der Altmackerriege im Verbund mit den neuen Geschlechtstyrannen geht, muss ich behaupten, der nackte Mann, mit Penis, der vor mir steht und sich selbst als Frau definiert, ist eine Frau. Ich muss unter Strafandrohung staatlich verordnet lügen.

Es werden alternative Fakten geschaffen, und das einzig verlässliche, worauf ich mich in der Demokratie immer als Grundrecht berufen konnte, – die Wahrheit zu sagen –, zählt nicht mehr sondern kann mich im schlimmsten Fall prozessbedingt Haus und Hof kosten.

Noch einmal, wir reden hier von Selbstdefinition. Wir sprechen nicht über Möglichkeiten.

Was kann ich als definierter männlicher Nacktmull anderes?

Die Antwort ist ganz einfach: NICHTS!

Durch eine Neudeklaration meines Selbst kann ich weder schneller laufen noch schneller denken. Ich werde nicht schöner, klüger, höher. Nichts ändert sich außer meinem Anspruch an die von außen auf mich Blickenden. Ich wechsele die Box und plötzlich soll alles anders sein. Die Box ist in vielerlei Hinsicht hilfreich. Alle, die männliche Herrschaft erhalten wollen ziehen dieses Modell vor, weil damit das klassische Rollenmodell Mann nicht verändert wird. „Ach diese armen Verwirrten, das waren zum Glück nur falsch konfigurierte, die wir aussortieren konnten. Nicht auszudenken, wenn das Männer gewesen wären.“ Aus dem gleichen Grund ist es auch in islamistischen Staaten gestattet das Geschlecht zu transformieren, während auf Homosexualität die Todesstrafe steht. Hauptsache die Rollenbox wird nicht beschädigt. Die Altmackerriege kämpfen um die Unbeflecktheit ihres Rollenbildes.

Die armen leidenden Kinder

Das ist richtig. Es gibt in dieser Welt und vor allem auch beim Erwachsenwerden viel Leid. Und die Gnadenlosigkeit mit der die Herren jeglichen Alters ihre Artgenossen abstrafen, wenn diese das Rollenmodell verlassen ist grauenvoll. Es ist also kein Wunder, wenn Jungs zuerst einmal die Nähe von Frauen und deren Unterstützung suchen. Aber zum einen sind es nicht nur die zarten, Hilfe suchenden Jungs die sich in Frauenräume einfordern wollen, zum anderen kann sich nicht permanent jede Lösung nur am Wohlbefinden der Männer ausrichten. Leid hat auch immer sehr unterschiedliche Wurzeln. Eine davon liegt auch darin Versprechungen zu machen, die nicht erfüllt werden können. Oder darin, Anspruchsdenken völlig haltlos sprießen zu lassen. Wenn Mami und Papi nicht den Arsch in der Hose haben ihrem 14-jährigen Junge zu erklären, dass er keine Brust Körbchengröße D bekommt und ab morgen auch nicht Kunigunde heißt, dann ist das ein Totalversagen. Stattdessen sollte Papi lieber einmal im unspektakulären Rock einkaufen gehen, um ein praktikables Rollenmodell zu liefern und die Erwartungshaltung des Sprösslings auf ein gesellschaftlich verträgliches Maß zurück zu schrauben. Die falschen Versprechen von der männlichen Vorherrschaft und Überlegenheit hat schon den einen oder anderen, der von der Realität schmerzhaft in seinem Narzissmus getroffen wurde, dazu verleidet ein vollbesetztes Flugzeug in einen Berg zu rammen oder mit einem vollautomatischen Gewehr seine MitschülerInnen auszurotten.

Wir haben ein Recht darauf uns frei zu entfalten, unsere Möglichkeiten auszuschöpfen und nicht durch unser Geschlecht und alte Geschlechterrollen ausgebremst zu werden. Dafür setzt sich die Frauenbewegung schon seit hunderten Jahren ein. Und dieser Kampf hilft sowohl Frauen als auch Männern aus der Stereotypenfalle. Die neue Transbewegung distanziert sich davon vollkommen. Sie bestehen auf eine Aufsplitterung in unzählige Boxen und zelebrieren ihre Anspruchshaltung mit einer Überhöhung ihres Leids und den dazu passenden Selbstmorddrohungen. Die Anzahl von Selbstmorddrohungen ist aber nicht immer ein Indiz drohender Ungerechtigkeiten. Manchmal sind Selbstmorde tatsächlich nur ein durch Hysterie ausgelöster Trend wie bei Goethes „Leiden des jungen Werther“. Und erstaunlicher Weise sind unzählige Menschen bereit, diesem Hype unsere gesamten biologischen Erkenntnisse zu opfern.

Wir führen die Nennung biologischer Tatsachen als Strafbestand ein

Die Mainstream-Transbewegung hat sich im Prinzip zu einer „identitären“ Sturmtruppe entwickelt, in der ein Sprachverbot herrscht und in der jeglicher abweichende Gedankengang mit Sanktionierung und Ausschluss bedroht wird. Der soziale Druck, der innerhalb dieser Blase herrscht ist so enorm, dass sich nicht mehr abgrenzen lässt, welche „Bedürfnisse“ nach Transformation alleine aus dem Gruppenzwang entstehen. Wenn J. K. Rowling anmerkt, dass es zwei biologische Geschlechter gibt, wird in einem entsetzten Aufschrei zu Bücherverbrennungen aufgerufen und eine Mutter beweint, mit vor Empörung zitternder Tastatur, die Grausamkeit, die Ihrem Kind mit einer derart üblen Aussage angetan wird. Was mein Erstaunen darüber aufkeimen lässt, dass es noch immer keinen Elternführerschein gibt.

Höchste Zeit in die Realität zurück zu kommen

Wir müssen Männern und Frauen die Freiheit ermöglichen sich in allen Ausdrucksformen zu entwickeln und nicht Männer und Frauen umzubenennen, um die Biologie an die geschlechterspezifischen Ausdrucksformen anzupassen. Männer gebären keine Kinder und es ist auch kein erstrebenswertes Ziel, Männern eine nutzlose Gebärmutter einzupflanzen oder primäre Geschlechtsmerkmale zu massakrieren. Papi und Mami müssen soviel Rückgrat haben, um ihrem Söhnchen zur erklären, dass er keine Vagina hat, weil er kein Mädchen ist und, dass er auch kein Schaf mit einem Schluck verzehren kann, weil er kein Krokodil ist. Man kann einfach nicht alles haben, was einem so in den Kopf kommt. So einfach ist das. Das heißt aber nicht, dass der Junge nicht Jungs und bunte Kleider lieben oder sich Jenni nennen kann. Der Junge, der ein Junge bleibt und dabei die Geschlechterstereotypen durchbrechen will, muss aber tatsächlich, wie die Frauen vor hundert Jahren auch, aushalten, dass er erst einmal nicht einer von Allen ist sondern neue Räume erobern muss.

Sexkauf – Das große Verbrechen

Der menschliche Körper und seine Sexualität sind unveräußerlich!

UN- Frauenrechtskonvention

Männer, die sich Frauen kaufen, bekämen von der Prostituierten keinen freiwilligen kostenlosen Sex. Vor einer sexuellen Handlung steht also ein ganz klares eindeutiges „NEIN“. Dieses „Nein“ wird von Männern abgekauft.
Jede Frau kennt die Erfahrung als Prostitutierte behandelt oder bezeichnet zu werden. Prostitution bedeutet, dass das Nein einer Frau zu sexuellen Handlungen nicht wirklich bedeutend ist, weil es abgekauft werden kann. Dieser grundsätzliche gesellschaftliche Konsens sorgt dafür, dass Frauen vergewaltigbar bleiben.

Das System Prostitution existiert, um Männern jederzeit den physischen und psychischen Herrschaftsanspruch auf Frauen zu sichern. Kein Mann muss ein endgültiges Nein akzeptieren. Prostitution ist legalisierte Gewalt gegen Frauen, es geht darin ausschließlich um Macht und Kontrolle.

Prostitution zerstört und tötet Frauen.
Prostitution macht die Gleichberechtigung der Frauen unmöglich.
Prostitution macht Menschen/Politiker erpressbar.
Prostitution verroht die Gesellschaft.

Der Irrsinn der Prostitution würde sehr viel klarer, gäbe es keine Prostitution und morgen würde jemand die Prostitution mit Juden errichten. Alle „Arier“ könnten sich Juden zur sexuellen Verfügbarkeit kaufen. Juden würden aus allen bedeutenden Positionen ausgeschlossen und nur zu minderbewerteten Arbeiten zugelassen, so dass sie sich auch nicht verweigern könnten.

Nur weil Frauenverachtung ein systemimmanenter Bestandteil unserer Gesellschaft ist, wird die Menschenverachtung der Prostitution als Normalität eingestuft und sogar gesetzlich gefördert.

Nur weil Männer das Herrschaftsrecht über die weibliche Sexualität wollen, sorgen sie dafür, dass Frauen für sie käuflich bleiben.

Die großen Lügen

Lüge 1: Das älteste Gewerbe der Welt

Prostitution war noch nie Gewerbe sondern das älteste und hässlichste Druckmittel des Patriarchats gegen Frauen.

Über Jahrtausende hat die von Männern durchgesetzte Unmündigkeit der Frauen und ihr überwiegender Ausschluss aus der Erbfolge dazu geführt, dass Frauen ohne männlichen Besitzer rechtlos und ohne finanzielle Absicherung leben mussten. Männer bestimmen, was Frauen tun durften, vor allem aber was sie nicht durften. Dieser Status ist auch heute noch in vielen Staaten der Welt Realität.

Fast alle Berufe waren Frauen verboten. Beim Tod des Ehemanns standen sie, vor allem in den Städten, vor dem Hungertod. Prostitution war keine Berufung sondern immer die einzige Möglichkeit zu überleben. Die gezielte Benachteiligung der Frauen schaffte gleichzeitig die beste Voraussetzung für ihre Erpressbarkeit. Die Bedrohung aus der gesellschaftlichen Anerkennung zu fallen hielt die bürgerlichen Frauen in destruktiven gewalttätigen Beziehungen. Eine Flucht in die Freiheit war fast immer gleichbedeutend mit Verlust der gesellschaftlichen Anerkennung und Verelendung. Die Verarmung ging in der Regel mit Prostitution einher. Einmal aus der Anerkennung in die Verachtung als Prostituierte gefallen gab es keine Möglichkeit wieder dorthin zurück zu kehren.
Aus der gesellschaftlichen Achtung ausgeschlossen blieb den Frauen um Selbstschutz nichts, als die „Glorifizierung“ ihres Status.

Prostitution ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Ein Verbrechen kann kein Gewerbe sein.

Lüge 2: Sexarbeit

Wenn etwas in jeder Hinsicht falsch ist, ändere die Terminologie und tu so, als wäre es etwas anderes.

Das hat die Prostitutionsmafia hervorragend umgesetzt. In einem immensen PR-Getümmel prusten alle nur noch von „Sexarbeit“, um den frauenverachtenden Charakter der Prostitution zu verschleiern. In den bekannten Kreisen wird mit aller Kraft an weiteren Legalisierungen in Bezug auf Herabsetzung des Alters und der Bedingungen für Prostituierte gearbeitet.

Alle die sogenannten liberalen „Feministinnen“ in der Politik betonen die Alltäglichkeit der „Sexarbeit“. Es dürfte jedoch keinem Menschen gelingen diese Verfechterinnen der Frauenverachtung dazu zu bringen, sich eine Woche oder auch nur einen Tag in einem Bordell benutzen zu lassen. In allen Bereichen lässt sich diese Lüge ganz einfach aufdecken, wenn man den Begriff in alle die Bereiche hinein dekliniert, in der Arbeit auch stattfinden darf.

Wenn der Verkauf des weiblichen Körpers so banalisiert ist, wie das Backen von Brötchen, wird eine Vergewaltigung zur „Nötigung ein Brötchen zu backen“ herabgewürdigt.

Mit der Weiterführung der Strategie der Prostitutionsmafia, kann jede durch das Arbeitsamt in die Prostitution vermittelt werden. Der Gesetzgeber erlaubt die Mitwirkleistung der Kinder im Gewerbe der Eltern. Das bedeutet, dass auch Kinder von ihren Müttern an Männer verkauft werden dürfen, sollte sich die Verharmlosungsstrategie der Prostitutionsmafia fortsetzen.
Es bedeutet letztlich auch, dass Papi von der Tochter erwarten darf, dass die Tochter ihm im Sinne von §1618a sexuellen Beistand leistet.

Lüge 3: Es geht um das Selbstbestimmungsrecht der Frauen

Seit jeher wird der gesamte Bereich Prostitution fast ausschließlich von Männern und kriminellen Banden/Clans/Mafia kontrolliert. Ein absolut winziger Bereich selbständiger Huren wird von den diesen Kriminellen toleriert und sogar unterstützt, um öffentlichkeitswirksam die Prostitution hoffähig zu machen.

Selbst dort, wo es nicht um klar abgegrenzte Zwangsprostitution geht, werden Frauen mit Gewalt und Gewaltdrohungen klein und gefügig gehalten.

Gerade die Argumentation der angeblichen Selbstbestimmung ist dazu bestimmt vom wesentlichen Aspekt der Prostitution abzulenken. Prostitution existiert nur für Männer. Wer sich mit dem Thema auseinandersetzt wird feststellen, dass absolut alle angeblich immer nur das Wohl der Prostituierten im Auge haben.

Bei der Prostitution geht es darum, dass sich asoziale Männer, mit denen keine Frau freiwillig und kostenlos Sex haben möchte, trotzdem die sexuelle Verfügbarkeit von Frauen kaufen können.
Bei der Prostitution geht es darum, dass kriminelle und frauenverachtende Männer unzählige Milliarden am Missbrauch von Frauen verdienen.

Lüge 4: Es macht den Frauen Spaß

Wieviel Wahrhaftigkeit ist von Menschen zu erwarten, die permanent in Akquiseposition hocken und deren größtes Kapital die Lüge ist?

Es ist nicht auszuschließen, dass es unter dem winzigen Häufchen Prostituierter, die nicht direkt gewalttätigen ZuhälterInnen untergeordnet sind, auch welche gibt, die Spaß daran empfinden von jemand rücksichtslos benutzt zu werden. Vor allem dort, wo sich Huren angeblich hochpreisig verkaufen, nehmen die Spaßbekundungen kein Ende und die Lügenmaschinerie produziert permanent Bildchen von Richard Gere und Julia Roberts. Dort tummeln sich auch die „Dominas“ die von sich behaupten, dass, wenn sie genau das tun, was der Mann von ihnen erwartet, sie trotzdem die Kontrolle besitzen. Dort besteht der Spaß darin, einen Menschen zu demütigen und zu erniedrigen. Aber man kann nie nur so tun kann als ob. Alles wirkt. Auch gespielt erfahrene Erniedrigung und Demütigung wirken. Und auch das angeblich gespielte Demütigen und Erniedrigen wirkt zurück.

Letztlich ist es auch eine Frage der Definition, was eine Prostituiert, die Erniedrigung und Demütigung praktiziert, unter Spaß versteht. Für die absolut überwiegende Mehrheit aller Prostituierten bedeutet Prostitution Leid.

Lüge 5: Prostitutionsgegner sind sexfeindlich

Prüderie und Moralinsäuernis sind nur einige der Munitionspakete mit denen die Prostitutionsmafia ihre Unterstützer für ihren Kampf aufrüstet.

Es sind auch die üblichen Unterstellungen, die Feministinnen immer wieder nachgeworfen werden, sobald sie sich für Frauenrechte stark machen. Nichts ist für die männerfreundliche Standardfrau schlimmer, als wenn man die Qualität ihrer Verfügbarkeit in Frage stellt. Darum stellen die absurden Vorwürfe ein wunderbares Druckmittel dar.

Ein Prostitutionsverbot hat nicht das geringste mit einem Sexverbot zu tun. Sex unter ebenbürtigen Menschen, mit gegenseitigem Einvernehmen, freiwillig und kostenlos ist wundervoll. Tut es, von vorne und hinten von oben und unten, links und rechts, zu jeder Tages- und Jahreszeit und wo immer Euch niemand sieht, der Euch den Kopf dafür abschlagen will.

Prostitution zerstört dagegen erwiesenermaßen die Libido und desensibilisiert. Prostitution zerstört die Beziehungsfähigkeit und verringert in hohem Maße die sexuelle Erfüllung. Die verlogene Lobhudelei einer Hure für beschissenen rücksichtslosen Sex wird von Frauenkäufern gerne als Bestätigung für ihre positive Beziehung zu Sex gewertet.

Die gekaufte sexuelle Verfügbarkeit eines Menschen hat nichts mit Sex zu tun sondern ausschließlich mit Macht.

Lüge 6: Die weiblichen Kundinnen

Die Biologisten möchten Frauen gerne als die Andersdenkenden deklarieren. Deswegen sollten Frauen auch kein Fahrrad fahren, keine Ausbildung erhalten, keine höherwertigen Berufe ergreifen. Dazu gehört teilweise auch, eine scheinbar positive Einschätzung als die besseren Menschen. Der intelligente Teil der Frauenbewegung weiß, dass Frauen so gut und schlecht sind wie Männer, ihnen aber durch ihre Position weitaus weniger Gelegenheit gegeben sind, um im großen Umfang beschissen zu sein. Die Mehrzahl zumindest.

„Bessere Menschen“ sind Frauen vor allem dann, wenn sie Männer in ihrer Frauenverachtung unterstützen und bestätigen. Wenn das hehre Weib etwas tut, was auch Männer tun, dann adelt sie deren Handlung. Das gilt natürlich ausschließlich für die genannten Fälle und nicht, wenn sie Männern die Jobs „wegnehmen“ will.
Wir haben das erlebt, als Pornografie zu viel Ekel und Gegenwind hervorgerufen hat. Die Pornografie-Mafia hat darauf reagiert, indem sie die Frauen als Kundinnen „entdeckt“ hat. Wenn die Frau, – das höhere Wesen –, auch Pornografie konsumiert, dann muss es ja gut sein.
Den gleichen Trick versucht die Prostitutionsmafia, indem sie permanent propagiert, dass auch Frauen „immer mehr“ zu Prostituierten gehen. Das Thema Lügen hatten wir schon. Viel mehr ist dazu nicht zu sagen. Zusätzlich müssen auch berücksichtigen, dass hier auch gnadenlos Transfrauen zur Manipulation der Zahlen herangezogen werden.

Es gibt keinen, in welche Richtung auch immer, relevanten weiblichen Käufermarkt für Prostituierte. Transsexuelle Frauenkäufer sind keine Frauen.

Lüge 7: Prostitution verhindert Vergewaltigungen

Dahinter steckt das Konzept wir opfern eine „Schlampe“ für das edle „Eheweib“. Das war lange Zeit eines der Lieblingskonzepte der Frauenverkäufer. Und auch die möchtegern Vergewaltiger, die Ihre Machtgeilheit gerne bei Prostituierten ausleben, wollten die Menschheit damit vor ihrer naturgegebenen und unbändigen und nicht zu steuernden aber irgendwie dann doch edlen männlichen Triebhaftigkeit schützen. Aber dieses Konstrukt lässt sich nicht so gut mit der derzeitigen Propaganda kombinieren, weswegen es etwas in den Hintergrund, jedoch nicht aus allen Köpfen raus, gerutscht ist. Tatsächlich versucht die Prostitutionsmafia das Thema eher zu meiden, was sehr verständlich ist, weil die einschlägigen Studien alle beweisen, dass Prostitution eine Brandbombe ist, die ein erhebliches Zerstörungspotenzial für die Gesellschaft beinhaltet. Mit Prostitution steigt die Erwartungshaltung, die Gewaltbereitschaft, die Aggressivität der Männer beim Sex erheblich und deren Libido wird so abstumpft, dass sie zunehmend unfähiger werden auf normale sexuelle Reizungen erregt zu reagieren. Wer nur noch unter gewalttätiger Auslebung seiner Vergewaltigungsfantasien zu befriedigen ist, hat ein Problem und jede Frau in dieser Gesellschaft mit ihm.

Prostitution fördert Vergewaltigungen. Sie verändert das Sexualverhalten der Frauenkäufer zum frauenfeindlichen und stellt damit für alle eine erhebliche Gefahrenquelle dar.

Lüge 8: Die Thematik muss mit den Betroffenen diskutiert werden!

Es ist einem kleinen Pulk Prostituierter gelungen, sich als das tonangebende Sprachrohr bei Politik, Presse und der in der öffentlichen Diskussion zu etablieren.

Dieser Kreis besteht überwiegend aus Dominas und Frauen, die am Verkauf anderer Frauen mitverdienen. Für sie soll die Prostitution legal bleiben und für sie sollen hunderttausende Frauen in Deutschland täglich vergewaltigt werden dürfen. Diese Frauen sprechen für sich und die Prostitutionsmafia. Sie sind ein Teil dieses frauenverachtenden Systems und haben sich eine Nische geschaffen, die ihnen die großen Gewalttäter gnädig und zu Propagandazwecken belassen.

Diese Frauen werden den Frauenhandel und die Zwangsprostitution immer verniedlichen und als peripheres, vernachlässigbares Übel abhandeln, das durch die geltenden Gesetze einfache beseitigt werden kann. Sie sind das perfekte verlogene Vorzeigebildchen für eine durch und durch gewalttätige und korrupte Struktur.

Es geht bei der Prostitution um Frauenrechte. Frauen sind keine Ware. Prostitution macht Frauen zur Ware. Es ist ein bedeutendes gesamtgesellschaftlich relevanter Thema. Mit der potenziell käuflichen Frau wird es niemals möglich sein, die Gleichberechtigung in den Köpfen zu erreichen. Darum muss das Thema vor allem mit den Frauenverbänden diskutiert werden, die schon seit Jahrzehnten für Gleichberechtigung und Menschenrechte eintreten und nicht mit den ProfiteurInnen eines durch und durch korrupten Systems.

Lüge 9: Was zwischen zwei Erwachsenen …

Der Terminus, „dass es niemand etwas angeht, was Erwachsene in Gegenseitigem Einvernehmen miteinander machen“ wird von der Prostitutionsmafia immer wieder missbraucht. Es ist eine Ableitung aus den Grundsätzen für private Beziehungen. Dort gehört es auch hin. In die private Beziehung, die vom Gesetzgeber gesondert geschützt ist und wo eine Frau jederzeit das Recht hat „Nein“ zu sagen.
Eine Vermischung oder sogar Gleichsetzung von privaten Beziehungen mit Prostitution beinhaltet den Grundgedanken, dass die Frau für die Einladung zum Abendessen mit Sex bezahlen muss. Was in der Gedankenwelt vieler Männer schon verdrahtet ist.

Prostitution stellt einen Vertrag dar, weshalb die von der Prostitutionsmafia geltend gemachten Ansprüche, dass zwei Erwachsene mit sich machen dürfen, was sie wollen, nichtig sind. Der Gesetzgeber hat ein klares Mitspracherecht gegenüber Vertragspartnern in Hinsicht auf Einhaltung von Menschenwürde und Menschenrechte. So lange der Vertrag besteht, der Frauenkäufer also wie üblich Vorkasse geleistet hat, hat die Prostituierte ihm gegenüber eine Lieferverpflichtung. Es geht also auf keinen Fall mehr um Freiwilligkeit. Mit Bezahlung des Frauenkäufers muss die Prostituierte liefern. Bei Nichtlieferung muss zurückgezahlt werden. Aber wozu wäre dann Prostitution nötig. Und nicht liefern ist natürlich schlecht für das Geschäft.

Lüge 10: Konsensualer Sex

Es gibt keinen Konsens der gegenseitigen Anforderungen in der Prostitution. Die Prostituierten wollen die Männer so schnell wie möglich loswerden und so wenig wie mögliche Berührungspunkte. Was soll daran im Konsens zu den Anforderungen der Männer stehen.

Lüge 11: Das Recht auf Sex

Nein! Es gibt kein Recht auf Sex! Auch wenn viele Männer in ihrem bodenlose Narzismus darauf beharren.

Männer, die 60 Jahre lang keine fünf Sekunden mit der Sorge um Behinderte verbrachten, werden ganz rührselig bei dem Gedanken, dass MÄNNLICHE Behinderte keinen Sex haben können.

Hier sei erwähnt, das nur ein wirklich winziger Teil der Behinderten keinerlei Arme besitzt oder benutzen kann. Es kann also jeder aus dem weitaus größeren Teil soviel Sex haben wie er will, und dabei sogar noch ein wenig Hand-Gymnastik betreiben.

Aber auch hier gilt, was eigentlich immer für Sex gilt. Benimm Dich so, dass Du ihn freiwillig und gern bekommst. Auch Behinderte können Beziehungen haben.

Die weiblichen Behinderten dagegen interessieren die besorgten männlichen Bürger dann doch nicht so sehr. Zum Beispiel, dass es hier Übergriffe und Missbrauch durch Männer gibt. Da erlahmt das Interesse zu Null hin.

Lüge 12: Prostitution wird es immer geben!

Wer das sagt, will, dass Prostitution existiert. Wer das sagt, lässt sich von der normativen Kraft Jahrtausende alten Unrechts hypnotisieren. Ein Unrecht in einem derartig immensen Umfang darf nicht weiter existieren. Es reicht, wenn zum Schluss, wie bei so vielem, noch ein Bodensatz Verbrecher übrigbleibt, die verdeckt an Prostitution verdienen.

Wesentliche Argumentationsgrundlage für die These, dass Prostitution immer existieren wird, ist immer die Behauptung, dass die Menschen nicht auf Sex verzichten wollen. Was sehr clever eine angstbesetzte Befürchtung befeuert. Aber das Schöne ist ja, dass man, nicht wie bei der Prohibition, bei einem Prostitutionsverbot nicht auf Sex verzichten muss. Sex kann nur besser werden ohne Prostitution.

Prostitution ist eine Eiterbeule auf dem zum Weg zu einer gleichberechtigen und gerechten Welt. Prostitution wird, so lange sie existiert, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ausschließen. Menschen sind nicht gleichberechtigt so lange eine Hälfte die andere kauft.

Lüge 13: Es sind nicht nur Frauen in der Prostitution

Das ist, zugegebenermaßen, keine Lüge. Aber es ist ein Ablenkungsmanöver. Der Prozentsatz ist gering und an der gesamten Problematik ändert sich erst einmal überhaupt nichts. Zudem wird ein Verbot der Prostitution auch gegen die Verachtung männlicher Prostituierter wirken.

Die TäterInnen

Die Frauenkäufer

Prostitution besteht zu über 90% aus Armuts-, Not- und Zwangsprostitution. Das ist bekannt. Prostitution besteht aus purer Lüge. Die Prostituierten lügen immer, wenn es um ihren eigenen Zustand und noch mehr, wenn es um die Bewertung der Frauenkäufer geht.

Das ist jedem klar.

Dass Männer dennoch zu Prostituierten gehen bedeutet, dass sie das mit dem Vorsatz tun, sich belügen zu lassen und das Verbrechen, das an den Frauen begangen wird, auf alle Fälle zu ignorieren. Sie wissen, dass ihnen die Frauen nicht die Wahrheit sagen und dass sie es mit einer Wahrscheinlichkeit von 9:1 mit unfreiwilliger Prostitution zu tun haben. Wer bei einer Chance von 9:1 eine Vergewaltigung zu begehen, zu einer Prostituierten geht, ist ein Vergewaltiger.

Die FrauenverkäuferInnen

Es gibt keine guten „Zuhälter“. Wer sich am Verkauf der sexuellen Verfügbarkeit von Frauen bereichert ist ein Schwein! Das ließe sich auch vornehmer formulieren, aber wozu.
Die Legalisierung der Prostitution hat dem organisierten Verbrechen vor allem auch aus Osteuropa einen ungeheuren Schub ermöglicht. Kaum eine „Branche“ in der derartig hohe Milliardenbeträge fließen.

Frauen werden mit falschen Versprechungen in die Prostitution und ein fremdes Land gelockt oder sogar den Eltern abgekauft und permanent unter Angst und Druck gehalten, weil sie es nicht schaffen über die Sprachbarriere Rechtssicherheit für ihre Situation zu erlangen.
Frauen wird unter Vorspiegelung leichtverdienten Geldes ein „einfacher“ Nebenjob angeboten.
„Loverboys“ nutzen die emotionale Verbundenheit mit Frauen, um diese in die Prostitution zu pressen.
Frauen nehmen in finanzieller oder sozialer Not den letzten Ausweg Prostitution.

Bei den Frauen kommt das wenigste dieser irrsinnigen Umsätze an. Mit Ausnahme einiger privilegierter Prostituierten, die an anderen Prostituierten mitverdienen. Sie bieten angeblich Vernetzungs-Services und kassieren bei den Frauen, die sie in die Prostitutionsfalle locken. Prostituierte, die andere Frauen in die Prostitutionsfalle locken machen das gleiche wie Zwangsverschleppte, die ihren Peinigern weitere Opfer zuführen, um sich selbst freizukaufen.

Die Kumpels

Sie sind unverzichtbarer Teil der Akzeptanz männlicher Gewalt gegen Frauen. Die Kumpels bestätigen ihre Freunde und halten den Mund, wenn Frauenverachtung als Herrenwitz die Runde macht. Die Kumpels stützen das soziale System der Gewalt. Jeder will cool sein, keiner will die Bündelei zerstören. Die Kumpels gehen nicht oder nicht mehr zu Prostituierten, aber sie profitieren von dem System. Sie profitieren von der Herabwürdigung der Frauen als Prostituierte. Sie können dieses „Prädikat“ jeder Frau auf der Welt anhängen, um sie Gedanklich oder auch offen auf ihren „Rang“ zu verweisen.
Der Kumpels ist der feige Schutzwall um die Vergewaltiger, der oft in der Rolle des Humanisten daher kommt –“ich würde ja selbst nie, aber…“ – und durch die permanent spürbare systemimmanente Käuflichkeit von Frauen seinen gesellschaftlichen Status verbessert. Der Kumpel ist der Mittäter, der sich nicht mit der Prostitution auseinandersetzt, sondern sich nur von der Prostitutionsmafia seine Meinung und deren vorgefertigten angebliche Belege abholt.

Die Weibchen

Jede Männergewalt findet immer einige Befürworterinnen unter den Frauen. Egal ob Frauenwahlrecht oder Recht auf Ausbildungsplatz oder Berufswahl ohne Einwilligung des Ehemanns, sie verteidigen die Privilegien männlicher Vorherrschaft.
Sie definieren sich über die Anerkennung durch Männer und werden darum immer auf deren Seite stehen. Selbst wenn sie sich selbst als „Feministinnen“ deklarieren.

Die GutmeinerInnen

Es gibt sie tatsächlich, die Menschen, die glauben, Menschenrechte bedeutet, dass man alles machen kann, was man will. Und, dass man das auch dürfen muss.
Der Feminismus kämpft seit Jahrhunderten für die Gleichberechtigung der Frauen. Immer mit Blick auf die Gesellschaft und auf die bestmögliche Lösung für eine gerechte und humane Gesellschaft. Purer Egoismus gehört nicht dazu. Nicht alles, was eine Frau will, ist erfüllenswert und bereichert die Gesellschaft. Ein System, das die Menschen dahingehend sozialisiert, dass ein Teil zur sexuellen Benutzung käuflich ist, zerstört jede Gleichberechtigung. Denn der Käufliche Teil der Menschheit steht im Wert immer unter dem kaufenden Teil der Menschheit. Wer es also gut meint, aber keinerlei analytische Befähigung besitzt, grundsätzlich faschistoide Strukturen zu erkennen, sollte nicht für ein zutiefst menschenverachtendes System stimmen, nur weil darin ein paar privilegierte Frauen von der wundervoll selbstbestimmten Prostitution reden. Eine kleine privilegierte Gruppe, die sich selbst eine Nische geschaffen hat, um aus einem zutiefst korrupten und menschenverachtenden System Profit zu schlagen, ist kein schützenswertes Biotop.

Die PolitikEr

Politik besteht aus Menschen. Zum großen Teil aus Männern. Männer, die in den letzten Jahrzehnten viel von ihrem Herrschaftsanspruch abgeben mussten. Die Linken Männer haben schon in den siebzigern bewiesen, dass für sie Freiheit und Liberarisierung bedeutet, dass jede Frau für sie immer und jederzeit verfügbar sein muss. Und so manche Linke Frau weiß insgeheim, dass sie nur so lange wohlgelitten ist, so lange sie diesem Anspruch genügt, und sei es nur, indem sie permanente Verfügbarkeit signalisiert und niemals emanzipatorisch zu anspruchsvoll wird.
Natürlich sind es nicht nur die Linken. Laut einer Befragung von Prostituierten besteht ein großer Teil deren Kunden aus Anhängern rechtsgerichteter Parteien. Die Linken sind sich also mit den Rechten ganz einig und versorgen sich gegenseitig mit Prostituierten.
Die Mitte-Männer tun das gleiche aber heimlicher.

Wir haben also eine breite Front Männer, die wollen, dass es für sie immer und jederzeit eine Frau geben muss, die nicht NEIN sagen darf. Wir haben Männer, die zu Prostituierten gingen oder gehen und damit erpressbar sind. Wir haben Männer, die Prostituierte benötigen, um für Frauen immer noch ein Bedrohungsszenario aufzubauen. Wir haben Männer, die Männersolidarität pflegen.

All diese Männer sagen nicht: „WIR verlangen Prostituierte für uns. „

All diese Männer behaupten: „Wir wollen etwas für die armen Frauen tun.“

Es gibt auch die befürwortenden Frauen. Die, die ihre kleinen schmuddeligen Vergewaltigungsfantasien mit der dreckigen Realität der Prostitution verwechseln. Die, die glauben, die Benutzung eines weiblichen Körpers sei so etwas wie fifty shades of Hochglanzsex. Die, die sich unglaublich liberal fühlen, weil sie eine Prostituierte zu ihren Bekannten zählen. Aber der Gestank der realen Sexualität reicht nun einmal nicht in die Kuchelträume. Die echte Gewalt, die Schmerzen und die Demütigung sind nicht vergleichbar mit rituell gespielten oder erträumten.

Und es gibt die Frauen, die sich von dem winzigen Häufchen Huren vorführen lassen, die es geschafft haben, sich aus dem größten Dreck heraus zu hangeln und nun eine Fassade präsentieren, um die dahinter liegende Frauenverachtunng zu vertuschen.

Die Politik hat in den letzten Jahren ihre Gespräche mit den Vorzeigehuren geführt. Die, die das Bild von der selbstbestimmten emanzipierten käuflichen Frau propagieren. Das poliert das Image der Herren Politiker auf, weil sie damit vertuschen können, dass sie sich die sexuelle Verfügbarkeit von Frauen kaufen und dies in über 90% der Fälle von den Frauen nicht gewünscht ist.

Es gibt auch die, die aus Menschlichkeit handeln, die sich aufs Glatteis führen lassen durch Vordergründiges.

Prostitution ist nicht reformierbar!

Eine legalisierte Prostitution bedeutet die Kapitulation vor der Frauenverachtung!

Das Europäische Parlament zur Prostitution

Die gesamten Dokumente in verschiedenen Sprachen:
https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/TA-7-2014-0162_DE.html

Entschließung des Europäischen Parlaments vom 26. Februar 2014 zur sexuellen Ausbeutung und Prostitution und deren Auswirkungen auf die Gleichstellung der Geschlechter (2013/2103(INI))

Das Europäische Parlament,
–  in Kenntnis der Artikel 4 und 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948,
–  in Kenntnis des Übereinkommens der Vereinten Nationen von 1949 zur Unterbindung des Menschenhandels und der Ausnutzung der Prostitution anderer,
–  in Kenntnis des Artikels 6 des Übereinkommens von 1979 zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW), das auf die Abschaffung jeder Form des Frauenhandels und der Ausbeutung der Prostitution von Frauen abzielt,
–  in Kenntnis des Übereinkommens der Vereinten Nationen von 1989 über die Rechte des Kindes,
–  in Kenntnis der Erklärung der Vereinten Nationen von 1993 über die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen, in deren Artikel 2 es heißt, dass als Gewalt gegen Frauen unter anderem folgende Handlungen gelten: „körperliche, sexuelle und psychologische Gewalt im Umfeld der Gemeinschaft, einschließlich Vergewaltigung, sexueller Missbrauch, sexuelle Belästigung und Einschüchterung am Arbeitsplatz, in Bildungseinrichtungen und andernorts, Frauenhandel und Zwangsprostitution“,
–  in Kenntnis des Protokolls von Palermo von 2000 zur Verhinderung, Bekämpfung und Strafverfolgung des Menschenhandels, insbesondere des Frauen- und Kinderhandels, welches das Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität ergänzt und diesem als Anhang beigefügt ist,
–  in Kenntnis des strategischen Ziels D.3 der Aktionsplattform von 1995 und der Erklärung von Peking,
–  in Kenntnis des Übereinkommens Nr. 29 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über Zwangs- oder Pflichtarbeit, in dessen Artikel 2 Zwangsarbeit definiert ist,
–  in Kenntnis der Brüsseler Erklärung (11) der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels, in der eine umfassende, multidisziplinäre und effektiv koordinierte Strategie gefordert wird, die Akteure aus allen betroffenen Bereichen einbezieht,
–  in Kenntnis der einschlägigen Empfehlungen des Europarates, wie z. B. der Empfehlung R (2000) 11 über die Bekämpfung des Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, der Empfehlung R (2002) 5 über den Schutz von Frauen vor Gewalt und der Empfehlung (2002) 1545 zu Kampagnen gegen den Frauenhandel,
–  unter Hinweis auf die Konvention des Europarates gegen den Menschenhandel,
–  unter Hinweis auf den Entwurf einer Empfehlung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates mit dem Titel „Criminalising the purchase of sex to combat the trafficking of people for sexual exploitation“ (Kriminalisierung des Kaufs von Sex zur Bekämpfung des Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung), Dok. 12920 vom 26. April 2012,
–  in Kenntnis des Beschlusses Nr. 1 des OSZE-Ministerratstreffens 2000 in Wien (12) über die Verstärkung der Bemühungen der OSZE und des Aktionsplans der OSZE zur Bekämpfung des Menschenhandels (Beschluss Nr. 557 von 2003),
–  gestützt auf Artikel 2 und 13 des Vertrags über die Europäische Union,
–  in Kenntnis des Rahmenbeschlusses 2002/629/JI des Rates vom 19. Juli 2002 zur Bekämpfung des Menschenhandels,
–  unter Hinweis auf den Rahmenbeschluss 2011/36/EU des Rates vom 5. April 2011 zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer sowie zur Ersetzung des Rahmenbeschlusses 2002/629/JI des Rates vom 19. Juli 2002,
–  in Kenntnis der Entschließung des Rates über Initiativen zur Bekämpfung des Menschenhandels, insbesondere des Frauenhandels(1),
–  unter Hinweis auf die Strategie der EU zur Beseitigung des Menschenhandels,
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 15. Juni 1995 zur Vierten Weltfrauenkonferenz in Peking „Gleichstellung, Entwicklung und Frieden“(2),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 24. April 1997 zur Mitteilung der Kommission über illegale und schädliche Inhalte im Internet(3),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 16. September 1997 zur Notwendigkeit einer Kampagne in der Europäischen Union zur vollständigen Ächtung der Gewalt gegen Frauen(4),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 24. Oktober 1997 zum Grünbuch der Kommission über den Jugendschutz und den Schutz der Menschenwürde in den audiovisuellen und den Informationsdiensten(5),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 6. November 1997 zu der Mitteilung der Kommission über die Bekämpfung des Sextourismus mit Kindesmissbrauch und zu dem Memorandum zum Beitrag der Europäischen Union zur Verstärkung des Kampfes gegen Kindesmissbrauch und die sexuelle Ausbeutung von Kindern(6),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 16. Dezember 1997 zu der Mitteilung der Kommission zum Thema „Frauenhandel mit dem Ziel der sexuellen Ausbeutung“(7),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 13. Mai 1998 zu dem Vorschlag für eine Empfehlung des Rates zur Gewährleistung des Jugendschutzes und des Schutzes der Menschenwürde in den audiovisuellen und den Informationsdiensten(8),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 17. Dezember 1998 zur Achtung der Menschenrechte in der Europäischen Union(9),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 10. Februar 1999 zur Harmonisierung der den Flüchtlingsstatus ergänzenden zusätzlichen Schutzmaßnahmen in der Europäischen Union(10),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 30. März 2000 zu der Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen über die Umsetzung der Maßnahmen zur Bekämpfung des Sextourismus mit Kindesmissbrauch(11),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 11. April 2000 zur Initiative der Republik Österreich zur Annahme des Beschlusses des Rates zur Bekämpfung der Kinderpornografie im Internet(12),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 18. Mai 2000 zu den Folgemaßnahmen im Anschluss an die Aktionsplattform von Peking(13),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 19. Mai 2000 zu der Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament „Weitere Maßnahmen zur Bekämpfung des Frauenhandels“(14),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 15. Juni 2000 zu der Mitteilung der Kommission über Opfer von Straftaten in der Europäischen Union: Überlegungen zu Grundsätzen und Maßnahmen(15),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 12. Juni 2001 zu dem Vorschlag für einen Rahmenbeschluss des Rates zur Bekämpfung des Menschenhandels(16),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 17. Januar 2006 zu den Strategien zur Verhinderung des Handels mit Frauen und Kindern, die durch sexuelle Ausbeutung gefährdet sind(17),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 2. Februar 2006 zu der derzeitigen Lage bei der Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und künftige Maßnahmen(18),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 15. März 2006 zur Zwangsprostitution im Rahmen internationaler Sportereignisse(19),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 26. November 2009 zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen(20),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 5. April 2011 zu den Prioritäten und Grundzügen einer neuen EU-Politik zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen(21),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 6. Februar 2013 zur 57. Tagung der VN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau zum Thema: „Beseitigung und Verhütung aller Arten von Gewalt gegen Frauen und Mädchen“(22),
–  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 23. Oktober 2013 zu organisiertem Verbrechen, Korruption und Geldwäsche: Empfohlene Maßnahmen und Initiativen(23),
–  unter Hinweis auf die Sensibilisierungskampagne „Not for sale“ (Nicht käuflich) der Europäischen Frauenlobby,
–  gestützt auf Artikel 48 seiner Geschäftsordnung,
–  in Kenntnis des Berichts des Ausschusses für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter und der Stellungnahme des Entwicklungsausschusses (A7-0071/2014),

A.  in der Erwägung, dass Prostitution und Zwangsprostitution geschlechtsspezifische Phänomene von globaler Dimension sind, von denen weltweit 40-42 Millionen Menschen betroffen sind und bei dem die überwiegende Mehrheit der Prostituierten Frauen und Mädchen und fast alle Kunden Männer sind, und dass sie daher sowohl Ursache als auch Folge der Ungleichbehandlung der Geschlechter ist;
B.  in der Erwägung, dass Prostitution und Zwangsprostitution Formen der Sklaverei darstellen, die mit der Menschenwürde und den Grundrechten unvereinbar sind;
C.  in der Erwägung, dass der Menschenhandel, insbesondere der Handel mit Frauen und Kindern, zum Zwecke der sexuellen oder anderer Formen der Ausbeutung, zu den eklatantesten Verletzungen der Menschenrechte gehört; in der Erwägung, dass der Menschenhandel durch die Zunahme des organisierten Verbrechens und dessen Einträglichkeit weltweit zunimmt;
D.  in der Erwägung, dass Arbeit in hohem Maße zur Selbstverwirklichung der Menschen beiträgt und diese durch ihre Arbeit einen solidarischen Beitrag für das Allgemeinwohl leisten;
E.  in der Erwägung, dass Prostitution und Zwangsprostitution untrennbar mit der Ungleichbehandlung der Geschlechter in der Gesellschaft verbunden sind und Auswirkungen auf den Status von Frauen und Männern in der Gesellschaft sowie die Wahrnehmung ihrer Beziehungen untereinander und der Sexualität haben;
F.  in der Erwägung, dass die sexuelle und reproduktive Gesundheit durch eine gesunde Herangehensweise an Sexualität – in gegenseitiger Achtung – gefördert wird;
G.  in der Erwägung, dass die Richtlinie 2011/36/EU des Rates vom 5. April 2011 zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und rigorose Opferschutzvorschriften enthält;
H.  in der Erwägung, dass alle Strategien im Bereich der Prostitution sich auf die Verwirklichung der Geschlechtergleichstellung auswirken, das Verständnis für geschlechtsbezogene Fragen beeinflussen und der Gesellschaft, insbesondere der Jugend, Botschaften und Regeln übermitteln;
I.  in der Erwägung, dass Prostitution wie ein Unternehmen funktioniert und einen Markt schafft, auf dem verschiedene Akteure interagieren und auf dem die Zuhälter entsprechend rechnen und handeln, um ihren Marktanteil auszubauen und ihre Gewinne zu maximieren, und dass die Kunden, die Sex käuflich erwerben, eine Schlüsselrolle spielen, da sie die Nachfrage in diesem Markt darstellen;
J.  in der Erwägung, dass der WHO zufolge sexuelle Gesundheit sowohl eine positive, respektvolle Herangehensweise an Sexualität und sexuelle Beziehungen als auch die Möglichkeit für lustvolle und sichere sexuelle Erfahrungen, frei von Unterdrückung, Diskriminierung und Gewalt erfordert;
K.  in der Erwägung, dass in der Prostitution alle intimen Handlungen auf einen Marktwert reduziert und Menschen dadurch zu Waren oder Gegenständen degradiert werden, die dem Kunden zur Verfügung stehen;
L.  in der Erwägung, dass die überwiegende Mehrheit der Prostituierten aus benachteiligten Bevölkerungsgruppen stammt;
M.  in der Erwägung, dass Zuhälterei und organisierte Kriminalität eng miteinander in Verbindung stehen;
N.  in der Erwägung, dass im Umfeld der Prostitution organisiertes Verbrechen, Menschenhandel, schwere Gewaltverbrechen und Korruption gedeihen und dass die Zuhälter den größten Nutzen aus der Legalisierung ziehen, die dadurch zu „Geschäftsleuten“ werden;
O.  in der Erwägung, dass die Prostitutionsmärkte den Frauen- und Mädchenhandel anheizen(24);
P.  in der Erwägung, dass der Menschenhandel ein Mittel ist, um das Angebot an Frauen und Mädchen am Prostitutionsmarkt zu erhöhen;
Q.   in der Erwägung, dass die derzeitigen politischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Menschenhandels EU-Daten zufolge nicht effizient sind und es Probleme bei der Identifizierung und strafrechtlichen Verfolgung von Menschenhändlern gibt, so dass die Ermittlungsarbeit zu Fällen von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung und die strafrechtliche Verfolgung und Verurteilung von Menschenhändlern verstärkt werden müssen;
R.  in der Erwägung, dass immer mehr junge Menschen, darunter erschreckend viele Kinder, zur Prostitution gezwungen werden;
S.  in der Erwägung, dass der Zwang zur Ausübung von Prostitution entweder direkt und physisch oder indirekt durch Druck beispielsweise auf die Familie im Heimatland ausgeübt werden kann, etwa in Gestalt eines schleichenden, psychologischen Zwanges;
T.  in der Erwägung, dass die Hauptverantwortung für die Bekämpfung des Menschenhandels bei den Mitgliedstaaten liegt, im April 2013 allerdings erst sechs Mitgliedstaaten die vollständige Umsetzung der EU-Richtlinie zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels gemeldet haben, deren Umsetzungsfrist am 6. April 2013 abgelaufen ist;
U.  in der Erwägung, dass die Kommission in ihrer Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern (2010-2015) erklärt: „Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern stellen Grundrechtsverstöße dar“;
V.  in der Erwägung, dass zwischen den Mitgliedstaaten große Unterschiede beim Umgang mit der Prostitution bestehen, wobei es im Wesentlichen zwei Ansätze gibt: einerseits wird die Prostitution als Verletzung der Rechte der Frauen – als Form der sexuellen Sklaverei – angesehen, die zu geschlechtsspezifischer Ungleichheit zulasten von Frauen führt oder zu deren Fortdauer beiträgt; andererseits wird davon ausgegangen, dass die Prostitution der Gleichstellung der Geschlechter förderlich ist, indem das Recht der Frau propagiert wird, nach eigenem Ermessen über ihren Körper zu verfügen; in beiden Fällen ist es Sache der Mitgliedstaaten zu entscheiden, wie sie mit dem Thema Prostitution umgehen;
W.  in der Erwägung, dass es einen Unterschied zwischen „Zwangsprostitution“ und „freiwilliger Prostitution“ gibt;
X.  in der Erwägung, dass das Thema Prostitution mit Weitblick und unter der Perspektive der Gleichstellung der Geschlechter angegangen werden muss;
1.  vertritt die Auffassung, dass Prostitution, Zwangsprostitution und sexuelle Ausbeutung stark geschlechtsspezifisch determiniert sind und Verstöße gegen die Menschenwürde sowie einen Widerspruch gegen die Menschenrechtsprinzipien wie beispielsweise die Gleichstellung der Geschlechter darstellen und daher mit den Grundsätzen der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, einschließlich des Ziels und des Grundsatzes der Gleichstellung der Geschlechter, unvereinbar sind;
2.  betont, dass die Gesundheitsrechte aller Frauen respektiert werden müssen, darunter auch das Recht auf ihren Körper und auf Sexualität ohne Zwang, Diskriminierung und Gewalt;
3.  betont, dass es vielfältige Verflechtungen zwischen Prostitution und Menschenhandel gibt und ist sich bewusst, dass die Prostitution weltweit und europaweit dem Handel mit Frauen und Mädchen in prekärer sozialer Lage, von denen viele zwischen 13 und 25 Jahre alt sind, Vorschub leistet; weist mit Nachdruck darauf hin, dass nach Angaben der Kommission der Menschenhandel bei den meisten der Opfer (62 %) zum Zweck der sexuellen Ausbeutung erfolgt und dass 90 % der ermittelten und mutmaßlichen Opfer Frauen und Mädchen sind;
4.  erkennt jedoch an, dass der Prostitutionsmarkt aufgrund des Mangels an zuverlässigen, genauen und unter den Ländern vergleichbaren Daten, der hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass Prostitution und Menschenhandel illegal sind und häufig im Verborgenen stattfinden, undurchsichtig ist und politische Entscheidungen dadurch erschwert werden, zumal alle Zahlen ausschließlich auf Schätzungen beruhen;
5.  betont, dass die Prostitution auch ein Gesundheitsproblem ist, da sie nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit der im Bereich der Prostitution tätigen Personen hat, die etwa unter sexuellen, physischen und psychischen Krankheiten, Drogen- und Alkoholsucht und Verlust der Selbstachtung leiden und eine höhere Sterblichkeitsrate haben als die Bevölkerung im Allgemeinen; fügt hinzu und betont, dass viele Sexkäufer ungeschützten kommerziellen Sex fordern, wodurch das Risiko negativer Auswirkungen auf die Gesundheit der im Bereich der Prostitution tätigen Personen und auch der Käufer steigt;
6.  betont, dass Zwangsprostitution, Prostitution und Ausbeutung in der Sexindustrie – abgesehen davon, dass sie sowohl Ursache als auch Folge der Ungleichbehandlung von Frauen und Männern sind und Geschlechterklischees und stereotype Denkweisen über Frauen, die Sex verkaufen, zementieren, wie zum Beispiel die Ansicht, dass die Körper von Frauen und Mädchen zum Verkauf anstehen, um die männliche Nachfrage nach Sex zu befriedigen – verheerende und dauerhafte psychologische und physische Folgen für die beteiligten Personen haben können, besonders für Kinder und Jugendliche, selbst nach dem Ausstieg aus der Prostitution;
7.  fordert zudem die Mitgliedstaaten auf, im Einklang mit nationalem Recht regelmäßige, vertrauliche Beratungs- und Gesundheitstermine für Prostituierte außerhalb der Prostitutionsstätten einzuführen;
8.  stellt fest, dass Prostituierte einem hohen Risiko der Infektion mit HIV oder anderen Geschlechtskrankheiten ausgesetzt sind;
9.  fordert die Mitgliedstaaten auf, bewährte Verfahren auszutauschen, um die Gefahren im Zusammenhang mit der Straßenprostitution zu verringern;
10.  ist sich bewusst, dass Prostitution und Zwangsprostitution Auswirkungen auf Gewalt gegen Frauen im Allgemeinen haben können, da Untersuchungen zu Sexkäufern zeigen, dass Männer, die Sex kaufen, ein herabsetzendes Frauenbild haben(25); regt daher an, dass die zuständigen nationalen Behörden eine Kampagne zur Sensibilisierung von Männern und zum Verbot von Sexkäufen durchführen;
11.  betont, dass Prostituierte sozial, wirtschaftlich, physisch, psychisch, emotional und hinsichtlich ihrer Familienbindungen besonders schutzbedürftig und stärker Gewalt ausgesetzt sind oder eher zu Schaden kommen können als Personen, die eine andere Tätigkeit ausüben; ist der Auffassung, dass die nationalen Polizeibehörden daher aufgefordert werden sollten, unter anderem gegen die niedrige Zahl von Verurteilungen für die Vergewaltigung von Prostituierten vorzugehen; weist mit Nachdruck darauf hin, dass Prostituierte öffentlichen Schmähungen und sozialer Stigmatisierung auch noch ausgesetzt sind, wenn sie nicht mehr der Prostitution nachgehen;
12.  weist auf die Tatsache hin, dass im Bereich der Prostitution tätige Frauen ein Recht auf Mutterschaft sowie auf die Erziehung und Betreuung ihrer Kinder haben;
13.   betont, dass die Normalisierung der Prostitution Auswirkungen auf Gewalt gegen Frauen hat; weist insbesondere darauf hin, dass Daten belegen, dass Männer, die Sex kaufen, eher Frauen sexuell misshandeln oder andere Gewalttaten gegen Frauen begehen und frauenfeindliche Verhaltensweisen zeigen;
14.  stellt fest, dass 80-95 % aller Prostituierten in irgendeiner Form Gewalt erlitten haben (Vergewaltigung, Inzest, Pädophilie), bevor sie anfingen, sich zu prostituieren, dass 62 % der betreffenden Personen vergewaltigt wurden und 68 % unter posttraumatischen Belastungsstörungen leiden – was in etwa dem Anteil von Folteropfern entspricht, die entsprechende Störungen aufweisen(26);
15.  weist mit Nachdruck darauf hin, dass Kinderprostitution nie freiwillig sein kann, da Kinder von Rechts wegen nicht in Prostitution einwilligen können; fordert die Mitgliedstaaten mit Nachdruck auf, Kinderprostitution (Prostitution Minderjähriger) so entschieden wie möglich zu bekämpfen, da diese Art der Prostitution die schlimmste Form der Zwangsprostitution ist; fordert dringend eine Null-Toleranz-Strategie, die auf Prävention, Opferschutz und strafrechtlicher Verfolgung der Kunden beruht;
16.  stellt fest, dass Kinderprostitution und die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger zunehmen, auch über die sozialen Netzwerke, in denen häufig Betrug und Einschüchterung zum Einsatz kommen;
17.  weist darauf hin, dass es immer mehr minderjährige Prostituierte gibt, dass die Prostitution Minderjähriger nicht mit sexuellem Missbrauch gleichzusetzen ist, und das dies aus schlechten Einkommensverhältnissen und mangelnder elterlicher Aufsicht rührt;
18.  betont, dass effiziente politische Maßnahmen erforderlich sind, um schwerpunktmäßig nicht nur minderjährige Prostituierter „vom Markt nehmen“, sondern sie auch von diesem Markt fernhalten sowie Tätigkeiten, die den Zielen des Übereinkommens über die Rechte des Kindes und dessen Fakultativprotokoll widersprechen, bekämpfen zu können;
19.  vertritt die Auffassung, dass der Kauf von sexuellen Dienstleistungen von Prostituierten unter 21 Jahren eine Straftat darstellen sollte, die Dienstleistungen von Prostituierten hingegen nicht strafbar sein sollten;
20.  weist auf das „Grooming“ hin, also die Prostitution von Mädchen, die minderjährig sind, oder Frauen, die gerade die Volljährigkeit erreicht haben, gegen Luxusartikel und/oder geringe Geldsummen, die sie zur Deckung von alltäglichen Ausgaben aufwenden, und/oder damit eine Ausbildung finanzieren;
21.  weist die Mitgliedstaaten darauf hin, dass Bildung eine wichtige Rolle bei der Prävention von Prostitution und der mit ihr verbundenen organisierten Kriminalität spielt, weswegen die Durchführung altersgerechter spezieller Aufklärungskampagnen in schulischen Einrichtungen zur Sensibilisierung und Prävention empfohlen wird, und fordert, dass Aufklärungsmaßnahmen über Gleichstellung bei der Bildung junger Menschen ein grundlegendes Ziel sein sollten;
22.  weist darauf hin, dass Anzeigen für Sexdienstleistungen in Zeitungen und in den sozialen Medien der Unterstützung von Menschenhandel und Prostitution Vorschub leisten können;
23.  lenkt die Aufmerksamkeit auf die wachsende Bedeutung des Internets und der sozialen Netzwerke bei der Anwerbung von neuen, jungen Prostituierten durch Menschenhändlerringe; ruft zur Durchführung von Präventionskampagnen auch im Internet auf, um diese schutzbedürftige Zielgruppe der Menschenhändlerringe zu erreichen;
24.  verweist auf einige vorwiegend negative Auswirkungen der Massenmedien und der Pornografie, die vor allem online ein abfälliges Frauenbild verbreiten, das zur Missachtung der menschlichen Persönlichkeit von Frauen beitragen könnte, und sie als Ware darstellen; warnt auch davor, dass sexuelle Freiheit nicht als Freibrief zur Missachtung von Frauen ausgelegt werden darf;
25.  betont, dass die Normalisierung der Prostitution Auswirkungen darauf hat, wie junge Menschen Sexualität und die Beziehungen zwischen Frauen und Männern wahrnehmen;
26.  betont, dass Prostituierte nicht kriminalisiert werden sollten, und fordert alle Mitgliedstaaten auf, repressive Rechtsvorschriften gegen Prostituierte aufzuheben;
27.  fordert die EU-Mitgliedstaaten auf, die Kriminalisierung und die Bestrafung von Prostituierten zu unterlassen und Programme zu entwickeln, um Prostituierte/Sexarbeiter dabei zu unterstützen, aus ihrem Beruf auszusteigen, wenn sie das möchten;
28.  ist der Ansicht, dass die Senkung der Nachfrage Teil einer integrierten Strategie der Mitgliedstaaten gegen Menschenhandel bilden sollte;
29.  vertritt die Auffassung, dass eine Methode, den Handel mit Frauen und Mädchen zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung zu bekämpfen und die Geschlechtergleichstellung zu verbessern, das in Schweden, Island und Norwegen umgesetzte und derzeit in verschiedenen europäischen Ländern geprüfte Modell (das sogenannte „Nordische Modell“) ist, nach dem der Kauf von sexuellen Dienstleistungen eine Straftat darstellt, die Dienstleistungen von Prostituierten hingegen nicht strafbar sind;
30.  hebt hervor, dass Prostitution ein grenzüberschreitendes Problem ist und die Mitgliedstaaten deshalb Verantwortung für die Bekämpfung des Kaufs von sexuellen Dienstleistungen übernehmen sollten, wenn er außerhalb des eigenen Landes erfolgt;
31.  betont, dass einige Daten die abschreckende Wirkung des „Nordischen Modells“ auf den Menschenhandel in Richtung Schweden bestätigt haben, wo keine Zunahme von Prostitution und Sexhandel zu verzeichnen ist, und dass dieses Modell in zunehmendem Maße von der Bevölkerung, insbesondere von jungen Menschen unterstützt wird, was ein Beleg dafür ist, dass die betreffenden Rechtsvorschriften zu einem Mentalitätswandel geführt haben;
32.  erkennt die Ergebnisse eines aktuellen Berichts der finnischen Regierung an, in dem die uneingeschränkte Kriminalisierung des Kaufs von Sex gefordert wird, da sich der finnische Ansatz, die Käufer von Sexdienstleistungen von Opfern des Menschenhandels zu kriminalisieren, zur Bekämpfung des Menschenhandels als unwirksam erwiesen hat;
33.  ist der Ansicht, dass Rechtsvorschriften eine Möglichkeit sind, klarzustellen, welche Normen für eine Gesellschaft akzeptabel sind, und eine Gesellschaft zu schaffen, die diese Werte widerspiegelt;
34.  vertritt die Auffassung, dass die Einstufung der Prostitution als legale „Sexarbeit“, die Entkriminalisierung der Sexindustrie im Allgemeinen und die Legalisierung der Zuhälterei keine Lösung darstellen, wenn es darum geht, schutzbedürftige Frauen und Mädchen vor Gewalt und Ausbeutung zu schützen, sondern dass sie diese im Gegenteil der Gefahr schlimmerer Gewalt aussetzen, den Prostitutionsmarkt fördern und so die Anzahl der misshandelten Frauen und Mädchen sogar erhöhen;
35.  verurteilt alle politischen Verstöße und Diskussionen, die davon ausgehen, dass die Prostitution eine Lösung für Frauen mit Migrationshintergrund in Europa darstellen kann;
36.  fordert daher die Mitgliedstaaten auf, im Einklang mit nationalem Recht anlassunabhängige Zutritts- und Kontrollrechte der Polizei und der zuständigen Behörden für Prostitutionsstätten einzuführen;
37.  fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, die erforderlichen Mittel und Instrumente zur Bekämpfung des Menschenhandels und der sexuellen Ausbeutung und zur Verringerung der Prostitution bereitzustellen, die einen Verstoß gegen die Grundrechte von Frauen und vor allem von minderjährigen Frauen und gegen die Gleichstellung der Geschlechter darstellen;
38.  fordert die Mitgliedstaaten auf, die Richtlinie 2011/36/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. April 2011 zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer sowie zur Ersetzung des Rahmenbeschlusses 2002/629/JI des Rates insbesondere im Hinblick auf den Opferschutz schnellstmöglich in nationales Recht umzusetzen;
39.  fordert die Kommission auf, die Wirkung, die der europäische Rechtsrahmen zur Beseitigung des Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung bislang gezeigt hat, zu bewerten, die Formen von Prostitution und Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung und die Zunahme des Sextourismus in der EU weiter zu untersuchen, vor allem in Bezug auf Minderjährige, und den Austausch bewährter Verfahren zwischen den Mitgliedstaaten zu fördern;
40.  betont, dass die Kommission weiterhin Projekte und Programme zur Bekämpfung des Menschenhandels und der sexuellen Ausbeutung finanzieren sollte;
41.  fordert die Mitgliedstaaten auf, Maßnahmen zur Bekämpfung von Menschenhandel, sexueller Ausbeutung und Prostitution zu planen und umzusetzen, um sicherzustellen, dass alle maßgeblich Beteiligten wie beispielsweise NRO, die Polizei und andere Strafverfolgungsbehörden sowie soziale und medizinische Dienste unterstützt und einbezogen werden und zusammenarbeiten;
42.  stellt fest, dass die meisten Prostituierte gerne aussteigen würden, sich aber nicht dazu in der Lage fühlen; weist mit Nachdruck darauf hin, dass diese Personen angemessen begleitet werden müssen, vor allem in psychologischer und sozialer Hinsicht, damit sie aus dem Netz der sexuellen Ausbeutung und der oftmals damit verbundenen Abhängigkeit aussteigen können; schlägt daher den zuständigen Behörden vor, in enger Zusammenarbeit mit den Betroffenen Programme für den Ausstieg aus der Prostitution einzuführen;
43.  hebt nachdrücklich die Bedeutung einer angemessenen und umfassenden Ausbildung der Polizeidienste und Justizbediensteten in Bezug auf die verschiedenen Facetten sexueller Ausbeutung hervor, einschließlich der geschlechtsspezifischen Dimension und des Faktors Immigration; fordert die Mitgliedstaaten auf, den Polizeibehörden nahezulegen, mit den Opfern zusammenzuarbeiten und sie dazu anzuregen, als Zeugen auszusagen, die Einrichtung spezialisierter Stellen innerhalb der Polizeibehörden zu fördern und Polizistinnen einzustellen; hält es für notwendig, dass die Mitgliedstaaten juristisch zusammenarbeiten, um die Menschenhändlerringe in Europa besser bekämpfen zu können;
44.  weist die nationalen Behörden auf die Auswirkungen hin, die der Konjunkturrückgang auf immer mehr Frauen und Mädchen, auch Migrantinnen, hat, die gezwungen werden, sich zu prostituieren;
45.  weist darauf hin, dass wirtschaftliche Schwierigkeiten und Armut die Hauptursachen für Prostitution bei jungen Frauen und Mädchen sind, und dass geschlechtsspezifische Präventionsstrategien, nationale und europaweite Kampagnen, die speziell auf gesellschaftlich ausgegrenzte Gruppen ausgerichtet sind und auf Personen, die in besonderem Maße schutzbedürftig sind (zum Beispiel Menschen mit Behinderung und Jugendliche, die noch unter den Kinderschutz fallen), Maßnahmen zur Linderung der Armut und zur Sensibilisierung sowie der Austausch bewährter Verfahren bei der Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Frauen und Mädchen, insbesondere Migrantinnen, eine maßgebliche Rolle spielen; empfiehlt der Kommission, eine „europäische Woche zur Bekämpfung des Menschenhandels“ auszurufen;
46.  betont, dass soziale Ausgrenzung ein entscheidender Faktor dafür ist, dass benachteiligte Frauen und Mädchen besonders leicht Opfer von Menschenhandel werden; weist mit Nachdruck darauf hin, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise zu Arbeitslosigkeit geführt hat, wodurch die schutzbedürftigsten Frauen, darunter auch Frauen aus höheren sozialen Schichten, oft gezwungen waren, als Prostituierte zu arbeiten bzw. in das Sexgeschäft einzusteigen, um Armut und soziale Ausgrenzung zu überwinden; fordert die Mitgliedstaaten auf, die zugrunde liegenden sozialen Probleme anzugehen, die Männer, Frauen und Kinder zur Prostitution zwingen;
47.  fordert die Mitgliedstaaten auf, vor Ort tätige Organisationen, die Hilfe und Ausstiegsstrategien bieten, finanziell zu unterstützen, den Opfern von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung, auch Migrantinnen und Frauen ohne Aufenthaltspapiere, innovative Sozialdienstleistungen bereitzustellen, und die individuellen Bedürfnisse und Risiken zu bewerten, um ihnen angemessene Unterstützung und entsprechenden Schutz bieten zu können, und – im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes und mithilfe der verschiedenen Polizei-, Einwanderungs-, Gesundheits- und Bildungsbehörden –Maßnahmen zu treffen, mit denen schutzbedürftige Frauen und Minderjährige unterstützt werden sollen, wenn sie aus der Prostitution aussteigen wollen, wobei gleichzeitig darauf zu achten ist, dass diese Programme auf einer gesetzlichen Grundlage fußen und mit den erforderlichen Finanzmitteln zur Erreichung des genannten Zieles ausgestattet sind; misst der psychologischen Betreuung und der notwendigen sozialen Wiedereingliederung der Opfer sexueller Ausbeutung große Bedeutung bei; weist darauf hin, dass dieser Prozess Zeit braucht und den Aufbau eines Lebensentwurfs erfordert, der eine glaubwürdige und lebensfähige Alternative für die ehemaligen Prostituierten darstellt;
48.  betont, dass zusätzliche Analysen und statistische Daten erforderlich sind, um zu beurteilen, mit welchem Modell der Handel mit Frauen und Mädchen zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung am wirksamsten bekämpft werden kann;
49.  fordert die Mitgliedstaaten auf, sowohl die positiven als auch die negativen Auswirkungen der Kriminalisierung des Kaufs von sexuellen Dienstleistungen auf die Verringerung von Prostitution und Menschenhandel zu bewerten;
50.  fordert die EU und ihre Mitgliedstaaten auf, geschlechtsspezifische Präventionsstrategien in Form von Sanktionen, Sensibilisierungskampagnen und Aufklärung in den Herkunftsländern zu entwickeln für Personen, die aufgrund von Menschenhandel zur Prostitution gezwungen wurden, die sich sowohl an die Käufer von Sex als auch an Frauen und Minderjährige richten;
51.  fordert die EU und die Mitgliedstaaten auf, Maßnahmen zu treffen, um die Praktiken des Sextourismus in und außerhalb der EU zu bekämpfen;
52.  fordert den Europäischen Auswärtigen Dienst auf, Maßnahmen zu ergreifen, um Prostitution in Konfliktgebieten zu verhindern, in denen EU-Streitkräfte stationiert sind;
53.  beauftragt seinen Präsidenten, diese Entschließung dem Rat und der Kommission zu übermitteln.

(1)
ABl. C 260 vom 29.10.2003, S. 4.
(2)
ABl. C 166 vom 3.7.1995, S. 92.
(3)
ABl. C 150 vom 19.5.1997, S. 38.
(4)
ABl. C 304 vom 6.10.1997, S. 55.
(5)
ABl. C 339 vom 10.11.1997, S. 420.
(6)
ABl. C 358 vom 24.11.1997, S. 37.
(7)
ABl. C 14 vom 19.1.1998, S. 39.
(8)
ABl. C 167 vom 1.6.1998, S. 128.
(9)
ABl. C 98 vom 9.4.1999, S. 279.
(10)
ABl. C 150 vom 28.5.1999, S. 203.
(11)
ABl. C 378 vom 29.12.2000, S. 80.
(12)
ABl. C 40 vom 7.2.2001, S. 41.
(13)
ABl. C 59 vom 23.2.01, S. 258.
(14)
ABl. C 59 vom 23.2.2001, S. 307.
(15)
ABl. C 67 vom 1.3.2001, S. 304.
(16)
ABl. C 53 E vom 28.2.2002, S. 114.
(17)
ABl. C 287 E vom 24.11.2006, S. 75.
(18)
ABl. C 288 E vom 25.11.2006, S. 66.
(19)
ABl. C 291 E vom 30.11.2006, S. 292.
(20)
ABl. C 285 E vom 21.10.2010, S. 53.
(21)
ABl. C 296 E vom 2.10.2012, S. 26.
(22)
Angenommene Texte, P7_TA(2013)0045.
(23)
Angenommene Texte, P7_TA(2013)0444.
(24)
In ihrem Bericht von 2006 wies die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen über den Menschenhandel, insbesondere den Frauen- und Mädchenhandel, Sigma Huda, darauf hin, dass sich die Prostitutionspolitik unmittelbar auf das Ausmaß des Menschenhandels auswirkt.
(25)
Unter dieser Internetadresse finden sich mehrere Studien zu Sexkäufern: http://www.womenlobby.org/spip.php?article1948&lang=en.
(26)
Farley, M., ‘Violence against women and post-traumatic stress syndrome’, Women and Health, 1998; Damant, D. et al., ‘Trajectoires d’entrée en prostitution : violence, toxicomanie et criminalité“, Le Journal International de Victimologie, Nr. 3, April 2005.
Das Europäische Parlament, –  in Kenntnis der Artikel 4 und 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948, –  in Kenntnis des Übereinkommens der Vereinten Nationen von 1949 zur Unterbindung des Menschenhandels und der Ausnutzung der Prostitution anderer, –  in Kenntnis des Artikels 6 des Übereinkommens von 1979 zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW), das auf die Abschaffung jeder Form des Frauenhandels und der Ausbeutung der Prostitution von Frauen abzielt, –  in Kenntnis des Übereinkommens der Vereinten Nationen von 1989 über die Rechte des Kindes, –  in Kenntnis der Erklärung der Vereinten Nationen von 1993 über die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen, in deren Artikel 2 es heißt, dass als Gewalt gegen Frauen unter anderem folgende Handlungen gelten: „körperliche, sexuelle und psychologische Gewalt im Umfeld der Gemeinschaft, einschließlich Vergewaltigung, sexueller Missbrauch, sexuelle Belästigung und Einschüchterung am Arbeitsplatz, in Bildungseinrichtungen und andernorts, Frauenhandel und Zwangsprostitution“, –  in Kenntnis des Protokolls von Palermo von 2000 zur Verhinderung, Bekämpfung und Strafverfolgung des Menschenhandels, insbesondere des Frauen- und Kinderhandels, welches das Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität ergänzt und diesem als Anhang beigefügt ist, –  in Kenntnis des strategischen Ziels D.3 der Aktionsplattform von 1995 und der Erklärung von Peking, –  in Kenntnis des Übereinkommens Nr. 29 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über Zwangs- oder Pflichtarbeit, in dessen Artikel 2 Zwangsarbeit definiert ist, –  in Kenntnis der Brüsseler Erklärung (11) der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels, in der eine umfassende, multidisziplinäre und effektiv koordinierte Strategie gefordert wird, die Akteure aus allen betroffenen Bereichen einbezieht, –  in Kenntnis der einschlägigen Empfehlungen des Europarates, wie z. B. der Empfehlung R (2000) 11 über die Bekämpfung des Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, der Empfehlung R (2002) 5 über den Schutz von Frauen vor Gewalt und der Empfehlung (2002) 1545 zu Kampagnen gegen den Frauenhandel, –  unter Hinweis auf die Konvention des Europarates gegen den Menschenhandel, –  unter Hinweis auf den Entwurf einer Empfehlung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates mit dem Titel „Criminalising the purchase of sex to combat the trafficking of people for sexual exploitation“ (Kriminalisierung des Kaufs von Sex zur Bekämpfung des Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung), Dok. 12920 vom 26. April 2012, –  in Kenntnis des Beschlusses Nr. 1 des OSZE-Ministerratstreffens 2000 in Wien (12) über die Verstärkung der Bemühungen der OSZE und des Aktionsplans der OSZE zur Bekämpfung des Menschenhandels (Beschluss Nr. 557 von 2003), –  gestützt auf Artikel 2 und 13 des Vertrags über die Europäische Union, –  in Kenntnis des Rahmenbeschlusses 2002/629/JI des Rates vom 19. Juli 2002 zur Bekämpfung des Menschenhandels, –  unter Hinweis auf den Rahmenbeschluss 2011/36/EU des Rates vom 5. April 2011 zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer sowie zur Ersetzung des Rahmenbeschlusses 2002/629/JI des Rates vom 19. Juli 2002, –  in Kenntnis der Entschließung des Rates über Initiativen zur Bekämpfung des Menschenhandels, insbesondere des Frauenhandels(1), –  unter Hinweis auf die Strategie der EU zur Beseitigung des Menschenhandels, –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 15. Juni 1995 zur Vierten Weltfrauenkonferenz in Peking „Gleichstellung, Entwicklung und Frieden“(2), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 24. April 1997 zur Mitteilung der Kommission über illegale und schädliche Inhalte im Internet(3), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 16. September 1997 zur Notwendigkeit einer Kampagne in der Europäischen Union zur vollständigen Ächtung der Gewalt gegen Frauen(4), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 24. Oktober 1997 zum Grünbuch der Kommission über den Jugendschutz und den Schutz der Menschenwürde in den audiovisuellen und den Informationsdiensten(5), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 6. November 1997 zu der Mitteilung der Kommission über die Bekämpfung des Sextourismus mit Kindesmissbrauch und zu dem Memorandum zum Beitrag der Europäischen Union zur Verstärkung des Kampfes gegen Kindesmissbrauch und die sexuelle Ausbeutung von Kindern(6), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 16. Dezember 1997 zu der Mitteilung der Kommission zum Thema „Frauenhandel mit dem Ziel der sexuellen Ausbeutung“(7), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 13. Mai 1998 zu dem Vorschlag für eine Empfehlung des Rates zur Gewährleistung des Jugendschutzes und des Schutzes der Menschenwürde in den audiovisuellen und den Informationsdiensten(8), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 17. Dezember 1998 zur Achtung der Menschenrechte in der Europäischen Union(9), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 10. Februar 1999 zur Harmonisierung der den Flüchtlingsstatus ergänzenden zusätzlichen Schutzmaßnahmen in der Europäischen Union(10), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 30. März 2000 zu der Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen über die Umsetzung der Maßnahmen zur Bekämpfung des Sextourismus mit Kindesmissbrauch(11), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 11. April 2000 zur Initiative der Republik Österreich zur Annahme des Beschlusses des Rates zur Bekämpfung der Kinderpornografie im Internet(12), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 18. Mai 2000 zu den Folgemaßnahmen im Anschluss an die Aktionsplattform von Peking(13), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 19. Mai 2000 zu der Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament „Weitere Maßnahmen zur Bekämpfung des Frauenhandels“(14), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 15. Juni 2000 zu der Mitteilung der Kommission über Opfer von Straftaten in der Europäischen Union: Überlegungen zu Grundsätzen und Maßnahmen(15), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 12. Juni 2001 zu dem Vorschlag für einen Rahmenbeschluss des Rates zur Bekämpfung des Menschenhandels(16), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 17. Januar 2006 zu den Strategien zur Verhinderung des Handels mit Frauen und Kindern, die durch sexuelle Ausbeutung gefährdet sind(17), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 2. Februar 2006 zu der derzeitigen Lage bei der Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und künftige Maßnahmen(18), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 15. März 2006 zur Zwangsprostitution im Rahmen internationaler Sportereignisse(19), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 26. November 2009 zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen(20), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 5. April 2011 zu den Prioritäten und Grundzügen einer neuen EU-Politik zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen(21), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 6. Februar 2013 zur 57. Tagung der VN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau zum Thema: „Beseitigung und Verhütung aller Arten von Gewalt gegen Frauen und Mädchen“(22), –  unter Hinweis auf seine Entschließung vom 23. Oktober 2013 zu organisiertem Verbrechen, Korruption und Geldwäsche: Empfohlene Maßnahmen und Initiativen(23), –  unter Hinweis auf die Sensibilisierungskampagne „Not for sale“ (Nicht käuflich) der Europäischen Frauenlobby, –  gestützt auf Artikel 48 seiner Geschäftsordnung, –  in Kenntnis des Berichts des Ausschusses für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter und der Stellungnahme des Entwicklungsausschusses (A7-0071/2014), A.  in der Erwägung, dass Prostitution und Zwangsprostitution geschlechtsspezifische Phänomene von globaler Dimension sind, von denen weltweit 40-42 Millionen Menschen betroffen sind und bei dem die überwiegende Mehrheit der Prostituierten Frauen und Mädchen und fast alle Kunden Männer sind, und dass sie daher sowohl Ursache als auch Folge der Ungleichbehandlung der Geschlechter ist; B.  in der Erwägung, dass Prostitution und Zwangsprostitution Formen der Sklaverei darstellen, die mit der Menschenwürde und den Grundrechten unvereinbar sind; C.  in der Erwägung, dass der Menschenhandel, insbesondere der Handel mit Frauen und Kindern, zum Zwecke der sexuellen oder anderer Formen der Ausbeutung, zu den eklatantesten Verletzungen der Menschenrechte gehört; in der Erwägung, dass der Menschenhandel durch die Zunahme des organisierten Verbrechens und dessen Einträglichkeit weltweit zunimmt; D.  in der Erwägung, dass Arbeit in hohem Maße zur Selbstverwirklichung der Menschen beiträgt und diese durch ihre Arbeit einen solidarischen Beitrag für das Allgemeinwohl leisten; E.  in der Erwägung, dass Prostitution und Zwangsprostitution untrennbar mit der Ungleichbehandlung der Geschlechter in der Gesellschaft verbunden sind und Auswirkungen auf den Status von Frauen und Männern in der Gesellschaft sowie die Wahrnehmung ihrer Beziehungen untereinander und der Sexualität haben; F.  in der Erwägung, dass die sexuelle und reproduktive Gesundheit durch eine gesunde Herangehensweise an Sexualität – in gegenseitiger Achtung – gefördert wird; G.  in der Erwägung, dass die Richtlinie 2011/36/EU des Rates vom 5. April 2011 zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und rigorose Opferschutzvorschriften enthält; H.  in der Erwägung, dass alle Strategien im Bereich der Prostitution sich auf die Verwirklichung der Geschlechtergleichstellung auswirken, das Verständnis für geschlechtsbezogene Fragen beeinflussen und der Gesellschaft, insbesondere der Jugend, Botschaften und Regeln übermitteln; I.  in der Erwägung, dass Prostitution wie ein Unternehmen funktioniert und einen Markt schafft, auf dem verschiedene Akteure interagieren und auf dem die Zuhälter entsprechend rechnen und handeln, um ihren Marktanteil auszubauen und ihre Gewinne zu maximieren, und dass die Kunden, die Sex käuflich erwerben, eine Schlüsselrolle spielen, da sie die Nachfrage in diesem Markt darstellen; J.  in der Erwägung, dass der WHO zufolge sexuelle Gesundheit sowohl eine positive, respektvolle Herangehensweise an Sexualität und sexuelle Beziehungen als auch die Möglichkeit für lustvolle und sichere sexuelle Erfahrungen, frei von Unterdrückung, Diskriminierung und Gewalt erfordert; K.  in der Erwägung, dass in der Prostitution alle intimen Handlungen auf einen Marktwert reduziert und Menschen dadurch zu Waren oder Gegenständen degradiert werden, die dem Kunden zur Verfügung stehen; L.  in der Erwägung, dass die überwiegende Mehrheit der Prostituierten aus benachteiligten Bevölkerungsgruppen stammt; M.  in der Erwägung, dass Zuhälterei und organisierte Kriminalität eng miteinander in Verbindung stehen; N.  in der Erwägung, dass im Umfeld der Prostitution organisiertes Verbrechen, Menschenhandel, schwere Gewaltverbrechen und Korruption gedeihen und dass die Zuhälter den größten Nutzen aus der Legalisierung ziehen, die dadurch zu „Geschäftsleuten“ werden; O.  in der Erwägung, dass die Prostitutionsmärkte den Frauen- und Mädchenhandel anheizen(24); P.  in der Erwägung, dass der Menschenhandel ein Mittel ist, um das Angebot an Frauen und Mädchen am Prostitutionsmarkt zu erhöhen; Q.   in der Erwägung, dass die derzeitigen politischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Menschenhandels EU-Daten zufolge nicht effizient sind und es Probleme bei der Identifizierung und strafrechtlichen Verfolgung von Menschenhändlern gibt, so dass die Ermittlungsarbeit zu Fällen von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung und die strafrechtliche Verfolgung und Verurteilung von Menschenhändlern verstärkt werden müssen; R.  in der Erwägung, dass immer mehr junge Menschen, darunter erschreckend viele Kinder, zur Prostitution gezwungen werden; S.  in der Erwägung, dass der Zwang zur Ausübung von Prostitution entweder direkt und physisch oder indirekt durch Druck beispielsweise auf die Familie im Heimatland ausgeübt werden kann, etwa in Gestalt eines schleichenden, psychologischen Zwanges; T.  in der Erwägung, dass die Hauptverantwortung für die Bekämpfung des Menschenhandels bei den Mitgliedstaaten liegt, im April 2013 allerdings erst sechs Mitgliedstaaten die vollständige Umsetzung der EU-Richtlinie zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels gemeldet haben, deren Umsetzungsfrist am 6. April 2013 abgelaufen ist; U.  in der Erwägung, dass die Kommission in ihrer Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern (2010-2015) erklärt: „Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern stellen Grundrechtsverstöße dar“; V.  in der Erwägung, dass zwischen den Mitgliedstaaten große Unterschiede beim Umgang mit der Prostitution bestehen, wobei es im Wesentlichen zwei Ansätze gibt: einerseits wird die Prostitution als Verletzung der Rechte der Frauen – als Form der sexuellen Sklaverei – angesehen, die zu geschlechtsspezifischer Ungleichheit zulasten von Frauen führt oder zu deren Fortdauer beiträgt; andererseits wird davon ausgegangen, dass die Prostitution der Gleichstellung der Geschlechter förderlich ist, indem das Recht der Frau propagiert wird, nach eigenem Ermessen über ihren Körper zu verfügen; in beiden Fällen ist es Sache der Mitgliedstaaten zu entscheiden, wie sie mit dem Thema Prostitution umgehen; W.  in der Erwägung, dass es einen Unterschied zwischen „Zwangsprostitution“ und „freiwilliger Prostitution“ gibt; X.  in der Erwägung, dass das Thema Prostitution mit Weitblick und unter der Perspektive der Gleichstellung der Geschlechter angegangen werden muss; 1.  vertritt die Auffassung, dass Prostitution, Zwangsprostitution und sexuelle Ausbeutung stark geschlechtsspezifisch determiniert sind und Verstöße gegen die Menschenwürde sowie einen Widerspruch gegen die Menschenrechtsprinzipien wie beispielsweise die Gleichstellung der Geschlechter darstellen und daher mit den Grundsätzen der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, einschließlich des Ziels und des Grundsatzes der Gleichstellung der Geschlechter, unvereinbar sind; 2.  betont, dass die Gesundheitsrechte aller Frauen respektiert werden müssen, darunter auch das Recht auf ihren Körper und auf Sexualität ohne Zwang, Diskriminierung und Gewalt; 3.  betont, dass es vielfältige Verflechtungen zwischen Prostitution und Menschenhandel gibt und ist sich bewusst, dass die Prostitution weltweit und europaweit dem Handel mit Frauen und Mädchen in prekärer sozialer Lage, von denen viele zwischen 13 und 25 Jahre alt sind, Vorschub leistet; weist mit Nachdruck darauf hin, dass nach Angaben der Kommission der Menschenhandel bei den meisten der Opfer (62 %) zum Zweck der sexuellen Ausbeutung erfolgt und dass 90 % der ermittelten und mutmaßlichen Opfer Frauen und Mädchen sind; 4.  erkennt jedoch an, dass der Prostitutionsmarkt aufgrund des Mangels an zuverlässigen, genauen und unter den Ländern vergleichbaren Daten, der hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass Prostitution und Menschenhandel illegal sind und häufig im Verborgenen stattfinden, undurchsichtig ist und politische Entscheidungen dadurch erschwert werden, zumal alle Zahlen ausschließlich auf Schätzungen beruhen; 5.  betont, dass die Prostitution auch ein Gesundheitsproblem ist, da sie nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit der im Bereich der Prostitution tätigen Personen hat, die etwa unter sexuellen, physischen und psychischen Krankheiten, Drogen- und Alkoholsucht und Verlust der Selbstachtung leiden und eine höhere Sterblichkeitsrate haben als die Bevölkerung im Allgemeinen; fügt hinzu und betont, dass viele Sexkäufer ungeschützten kommerziellen Sex fordern, wodurch das Risiko negativer Auswirkungen auf die Gesundheit der im Bereich der Prostitution tätigen Personen und auch der Käufer steigt; 6.  betont, dass Zwangsprostitution, Prostitution und Ausbeutung in der Sexindustrie – abgesehen davon, dass sie sowohl Ursache als auch Folge der Ungleichbehandlung von Frauen und Männern sind und Geschlechterklischees und stereotype Denkweisen über Frauen, die Sex verkaufen, zementieren, wie zum Beispiel die Ansicht, dass die Körper von Frauen und Mädchen zum Verkauf anstehen, um die männliche Nachfrage nach Sex zu befriedigen – verheerende und dauerhafte psychologische und physische Folgen für die beteiligten Personen haben können, besonders für Kinder und Jugendliche, selbst nach dem Ausstieg aus der Prostitution; 7.  fordert zudem die Mitgliedstaaten auf, im Einklang mit nationalem Recht regelmäßige, vertrauliche Beratungs- und Gesundheitstermine für Prostituierte außerhalb der Prostitutionsstätten einzuführen; 8.  stellt fest, dass Prostituierte einem hohen Risiko der Infektion mit HIV oder anderen Geschlechtskrankheiten ausgesetzt sind; 9.  fordert die Mitgliedstaaten auf, bewährte Verfahren auszutauschen, um die Gefahren im Zusammenhang mit der Straßenprostitution zu verringern; 10.  ist sich bewusst, dass Prostitution und Zwangsprostitution Auswirkungen auf Gewalt gegen Frauen im Allgemeinen haben können, da Untersuchungen zu Sexkäufern zeigen, dass Männer, die Sex kaufen, ein herabsetzendes Frauenbild haben(25); regt daher an, dass die zuständigen nationalen Behörden eine Kampagne zur Sensibilisierung von Männern und zum Verbot von Sexkäufen durchführen; 11.  betont, dass Prostituierte sozial, wirtschaftlich, physisch, psychisch, emotional und hinsichtlich ihrer Familienbindungen besonders schutzbedürftig und stärker Gewalt ausgesetzt sind oder eher zu Schaden kommen können als Personen, die eine andere Tätigkeit ausüben; ist der Auffassung, dass die nationalen Polizeibehörden daher aufgefordert werden sollten, unter anderem gegen die niedrige Zahl von Verurteilungen für die Vergewaltigung von Prostituierten vorzugehen; weist mit Nachdruck darauf hin, dass Prostituierte öffentlichen Schmähungen und sozialer Stigmatisierung auch noch ausgesetzt sind, wenn sie nicht mehr der Prostitution nachgehen; 12.  weist auf die Tatsache hin, dass im Bereich der Prostitution tätige Frauen ein Recht auf Mutterschaft sowie auf die Erziehung und Betreuung ihrer Kinder haben; 13.   betont, dass die Normalisierung der Prostitution Auswirkungen auf Gewalt gegen Frauen hat; weist insbesondere darauf hin, dass Daten belegen, dass Männer, die Sex kaufen, eher Frauen sexuell misshandeln oder andere Gewalttaten gegen Frauen begehen und frauenfeindliche Verhaltensweisen zeigen; 14.  stellt fest, dass 80-95 % aller Prostituierten in irgendeiner Form Gewalt erlitten haben (Vergewaltigung, Inzest, Pädophilie), bevor sie anfingen, sich zu prostituieren, dass 62 % der betreffenden Personen vergewaltigt wurden und 68 % unter posttraumatischen Belastungsstörungen leiden – was in etwa dem Anteil von Folteropfern entspricht, die entsprechende Störungen aufweisen(26); 15.  weist mit Nachdruck darauf hin, dass Kinderprostitution nie freiwillig sein kann, da Kinder von Rechts wegen nicht in Prostitution einwilligen können; fordert die Mitgliedstaaten mit Nachdruck auf, Kinderprostitution (Prostitution Minderjähriger) so entschieden wie möglich zu bekämpfen, da diese Art der Prostitution die schlimmste Form der Zwangsprostitution ist; fordert dringend eine Null-Toleranz-Strategie, die auf Prävention, Opferschutz und strafrechtlicher Verfolgung der Kunden beruht; 16.  stellt fest, dass Kinderprostitution und die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger zunehmen, auch über die sozialen Netzwerke, in denen häufig Betrug und Einschüchterung zum Einsatz kommen; 17.  weist darauf hin, dass es immer mehr minderjährige Prostituierte gibt, dass die Prostitution Minderjähriger nicht mit sexuellem Missbrauch gleichzusetzen ist, und das dies aus schlechten Einkommensverhältnissen und mangelnder elterlicher Aufsicht rührt; 18.  betont, dass effiziente politische Maßnahmen erforderlich sind, um schwerpunktmäßig nicht nur minderjährige Prostituierter „vom Markt nehmen“, sondern sie auch von diesem Markt fernhalten sowie Tätigkeiten, die den Zielen des Übereinkommens über die Rechte des Kindes und dessen Fakultativprotokoll widersprechen, bekämpfen zu können; 19.  vertritt die Auffassung, dass der Kauf von sexuellen Dienstleistungen von Prostituierten unter 21 Jahren eine Straftat darstellen sollte, die Dienstleistungen von Prostituierten hingegen nicht strafbar sein sollten; 20.  weist auf das „Grooming“ hin, also die Prostitution von Mädchen, die minderjährig sind, oder Frauen, die gerade die Volljährigkeit erreicht haben, gegen Luxusartikel und/oder geringe Geldsummen, die sie zur Deckung von alltäglichen Ausgaben aufwenden, und/oder damit eine Ausbildung finanzieren; 21.  weist die Mitgliedstaaten darauf hin, dass Bildung eine wichtige Rolle bei der Prävention von Prostitution und der mit ihr verbundenen organisierten Kriminalität spielt, weswegen die Durchführung altersgerechter spezieller Aufklärungskampagnen in schulischen Einrichtungen zur Sensibilisierung und Prävention empfohlen wird, und fordert, dass Aufklärungsmaßnahmen über Gleichstellung bei der Bildung junger Menschen ein grundlegendes Ziel sein sollten; 22.  weist darauf hin, dass Anzeigen für Sexdienstleistungen in Zeitungen und in den sozialen Medien der Unterstützung von Menschenhandel und Prostitution Vorschub leisten können; 23.  lenkt die Aufmerksamkeit auf die wachsende Bedeutung des Internets und der sozialen Netzwerke bei der Anwerbung von neuen, jungen Prostituierten durch Menschenhändlerringe; ruft zur Durchführung von Präventionskampagnen auch im Internet auf, um diese schutzbedürftige Zielgruppe der Menschenhändlerringe zu erreichen; 24.  verweist auf einige vorwiegend negative Auswirkungen der Massenmedien und der Pornografie, die vor allem online ein abfälliges Frauenbild verbreiten, das zur Missachtung der menschlichen Persönlichkeit von Frauen beitragen könnte, und sie als Ware darstellen; warnt auch davor, dass sexuelle Freiheit nicht als Freibrief zur Missachtung von Frauen ausgelegt werden darf; 25.  betont, dass die Normalisierung der Prostitution Auswirkungen darauf hat, wie junge Menschen Sexualität und die Beziehungen zwischen Frauen und Männern wahrnehmen; 26.  betont, dass Prostituierte nicht kriminalisiert werden sollten, und fordert alle Mitgliedstaaten auf, repressive Rechtsvorschriften gegen Prostituierte aufzuheben; 27.  fordert die EU-Mitgliedstaaten auf, die Kriminalisierung und die Bestrafung von Prostituierten zu unterlassen und Programme zu entwickeln, um Prostituierte/Sexarbeiter dabei zu unterstützen, aus ihrem Beruf auszusteigen, wenn sie das möchten; 28.  ist der Ansicht, dass die Senkung der Nachfrage Teil einer integrierten Strategie der Mitgliedstaaten gegen Menschenhandel bilden sollte; 29.  vertritt die Auffassung, dass eine Methode, den Handel mit Frauen und Mädchen zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung zu bekämpfen und die Geschlechtergleichstellung zu verbessern, das in Schweden, Island und Norwegen umgesetzte und derzeit in verschiedenen europäischen Ländern geprüfte Modell (das sogenannte „Nordische Modell“) ist, nach dem der Kauf von sexuellen Dienstleistungen eine Straftat darstellt, die Dienstleistungen von Prostituierten hingegen nicht strafbar sind; 30.  hebt hervor, dass Prostitution ein grenzüberschreitendes Problem ist und die Mitgliedstaaten deshalb Verantwortung für die Bekämpfung des Kaufs von sexuellen Dienstleistungen übernehmen sollten, wenn er außerhalb des eigenen Landes erfolgt; 31.  betont, dass einige Daten die abschreckende Wirkung des „Nordischen Modells“ auf den Menschenhandel in Richtung Schweden bestätigt haben, wo keine Zunahme von Prostitution und Sexhandel zu verzeichnen ist, und dass dieses Modell in zunehmendem Maße von der Bevölkerung, insbesondere von jungen Menschen unterstützt wird, was ein Beleg dafür ist, dass die betreffenden Rechtsvorschriften zu einem Mentalitätswandel geführt haben; 32.  erkennt die Ergebnisse eines aktuellen Berichts der finnischen Regierung an, in dem die uneingeschränkte Kriminalisierung des Kaufs von Sex gefordert wird, da sich der finnische Ansatz, die Käufer von Sexdienstleistungen von Opfern des Menschenhandels zu kriminalisieren, zur Bekämpfung des Menschenhandels als unwirksam erwiesen hat; 33.  ist der Ansicht, dass Rechtsvorschriften eine Möglichkeit sind, klarzustellen, welche Normen für eine Gesellschaft akzeptabel sind, und eine Gesellschaft zu schaffen, die diese Werte widerspiegelt; 34.  vertritt die Auffassung, dass die Einstufung der Prostitution als legale „Sexarbeit“, die Entkriminalisierung der Sexindustrie im Allgemeinen und die Legalisierung der Zuhälterei keine Lösung darstellen, wenn es darum geht, schutzbedürftige Frauen und Mädchen vor Gewalt und Ausbeutung zu schützen, sondern dass sie diese im Gegenteil der Gefahr schlimmerer Gewalt aussetzen, den Prostitutionsmarkt fördern und so die Anzahl der misshandelten Frauen und Mädchen sogar erhöhen; 35.  verurteilt alle politischen Verstöße und Diskussionen, die davon ausgehen, dass die Prostitution eine Lösung für Frauen mit Migrationshintergrund in Europa darstellen kann; 36.  fordert daher die Mitgliedstaaten auf, im Einklang mit nationalem Recht anlassunabhängige Zutritts- und Kontrollrechte der Polizei und der zuständigen Behörden für Prostitutionsstätten einzuführen; 37.  fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, die erforderlichen Mittel und Instrumente zur Bekämpfung des Menschenhandels und der sexuellen Ausbeutung und zur Verringerung der Prostitution bereitzustellen, die einen Verstoß gegen die Grundrechte von Frauen und vor allem von minderjährigen Frauen und gegen die Gleichstellung der Geschlechter darstellen; 38.  fordert die Mitgliedstaaten auf, die Richtlinie 2011/36/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. April 2011 zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer sowie zur Ersetzung des Rahmenbeschlusses 2002/629/JI des Rates insbesondere im Hinblick auf den Opferschutz schnellstmöglich in nationales Recht umzusetzen; 39.  fordert die Kommission auf, die Wirkung, die der europäische Rechtsrahmen zur Beseitigung des Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung bislang gezeigt hat, zu bewerten, die Formen von Prostitution und Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung und die Zunahme des Sextourismus in der EU weiter zu untersuchen, vor allem in Bezug auf Minderjährige, und den Austausch bewährter Verfahren zwischen den Mitgliedstaaten zu fördern; 40.  betont, dass die Kommission weiterhin Projekte und Programme zur Bekämpfung des Menschenhandels und der sexuellen Ausbeutung finanzieren sollte; 41.  fordert die Mitgliedstaaten auf, Maßnahmen zur Bekämpfung von Menschenhandel, sexueller Ausbeutung und Prostitution zu planen und umzusetzen, um sicherzustellen, dass alle maßgeblich Beteiligten wie beispielsweise NRO, die Polizei und andere Strafverfolgungsbehörden sowie soziale und medizinische Dienste unterstützt und einbezogen werden und zusammenarbeiten; 42.  stellt fest, dass die meisten Prostituierte gerne aussteigen würden, sich aber nicht dazu in der Lage fühlen; weist mit Nachdruck darauf hin, dass diese Personen angemessen begleitet werden müssen, vor allem in psychologischer und sozialer Hinsicht, damit sie aus dem Netz der sexuellen Ausbeutung und der oftmals damit verbundenen Abhängigkeit aussteigen können; schlägt daher den zuständigen Behörden vor, in enger Zusammenarbeit mit den Betroffenen Programme für den Ausstieg aus der Prostitution einzuführen; 43.  hebt nachdrücklich die Bedeutung einer angemessenen und umfassenden Ausbildung der Polizeidienste und Justizbediensteten in Bezug auf die verschiedenen Facetten sexueller Ausbeutung hervor, einschließlich der geschlechtsspezifischen Dimension und des Faktors Immigration; fordert die Mitgliedstaaten auf, den Polizeibehörden nahezulegen, mit den Opfern zusammenzuarbeiten und sie dazu anzuregen, als Zeugen auszusagen, die Einrichtung spezialisierter Stellen innerhalb der Polizeibehörden zu fördern und Polizistinnen einzustellen; hält es für notwendig, dass die Mitgliedstaaten juristisch zusammenarbeiten, um die Menschenhändlerringe in Europa besser bekämpfen zu können; 44.  weist die nationalen Behörden auf die Auswirkungen hin, die der Konjunkturrückgang auf immer mehr Frauen und Mädchen, auch Migrantinnen, hat, die gezwungen werden, sich zu prostituieren; 45.  weist darauf hin, dass wirtschaftliche Schwierigkeiten und Armut die Hauptursachen für Prostitution bei jungen Frauen und Mädchen sind, und dass geschlechtsspezifische Präventionsstrategien, nationale und europaweite Kampagnen, die speziell auf gesellschaftlich ausgegrenzte Gruppen ausgerichtet sind und auf Personen, die in besonderem Maße schutzbedürftig sind (zum Beispiel Menschen mit Behinderung und Jugendliche, die noch unter den Kinderschutz fallen), Maßnahmen zur Linderung der Armut und zur Sensibilisierung sowie der Austausch bewährter Verfahren bei der Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Frauen und Mädchen, insbesondere Migrantinnen, eine maßgebliche Rolle spielen; empfiehlt der Kommission, eine „europäische Woche zur Bekämpfung des Menschenhandels“ auszurufen; 46.  betont, dass soziale Ausgrenzung ein entscheidender Faktor dafür ist, dass benachteiligte Frauen und Mädchen besonders leicht Opfer von Menschenhandel werden; weist mit Nachdruck darauf hin, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise zu Arbeitslosigkeit geführt hat, wodurch die schutzbedürftigsten Frauen, darunter auch Frauen aus höheren sozialen Schichten, oft gezwungen waren, als Prostituierte zu arbeiten bzw. in das Sexgeschäft einzusteigen, um Armut und soziale Ausgrenzung zu überwinden; fordert die Mitgliedstaaten auf, die zugrunde liegenden sozialen Probleme anzugehen, die Männer, Frauen und Kinder zur Prostitution zwingen; 47.  fordert die Mitgliedstaaten auf, vor Ort tätige Organisationen, die Hilfe und Ausstiegsstrategien bieten, finanziell zu unterstützen, den Opfern von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung, auch Migrantinnen und Frauen ohne Aufenthaltspapiere, innovative Sozialdienstleistungen bereitzustellen, und die individuellen Bedürfnisse und Risiken zu bewerten, um ihnen angemessene Unterstützung und entsprechenden Schutz bieten zu können, und – im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes und mithilfe der verschiedenen Polizei-, Einwanderungs-, Gesundheits- und Bildungsbehörden –Maßnahmen zu treffen, mit denen schutzbedürftige Frauen und Minderjährige unterstützt werden sollen, wenn sie aus der Prostitution aussteigen wollen, wobei gleichzeitig darauf zu achten ist, dass diese Programme auf einer gesetzlichen Grundlage fußen und mit den erforderlichen Finanzmitteln zur Erreichung des genannten Zieles ausgestattet sind; misst der psychologischen Betreuung und der notwendigen sozialen Wiedereingliederung der Opfer sexueller Ausbeutung große Bedeutung bei; weist darauf hin, dass dieser Prozess Zeit braucht und den Aufbau eines Lebensentwurfs erfordert, der eine glaubwürdige und lebensfähige Alternative für die ehemaligen Prostituierten darstellt; 48.  betont, dass zusätzliche Analysen und statistische Daten erforderlich sind, um zu beurteilen, mit welchem Modell der Handel mit Frauen und Mädchen zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung am wirksamsten bekämpft werden kann; 49.  fordert die Mitgliedstaaten auf, sowohl die positiven als auch die negativen Auswirkungen der Kriminalisierung des Kaufs von sexuellen Dienstleistungen auf die Verringerung von Prostitution und Menschenhandel zu bewerten; 50.  fordert die EU und ihre Mitgliedstaaten auf, geschlechtsspezifische Präventionsstrategien in Form von Sanktionen, Sensibilisierungskampagnen und Aufklärung in den Herkunftsländern zu entwickeln für Personen, die aufgrund von Menschenhandel zur Prostitution gezwungen wurden, die sich sowohl an die Käufer von Sex als auch an Frauen und Minderjährige richten; 51.  fordert die EU und die Mitgliedstaaten auf, Maßnahmen zu treffen, um die Praktiken des Sextourismus in und außerhalb der EU zu bekämpfen; 52.  fordert den Europäischen Auswärtigen Dienst auf, Maßnahmen zu ergreifen, um Prostitution in Konfliktgebieten zu verhindern, in denen EU-Streitkräfte stationiert sind; 53.  beauftragt seinen Präsidenten, diese Entschließung dem Rat und der Kommission zu übermitteln. (1) ABl. C 260 vom 29.10.2003, S. 4. (2) ABl. C 166 vom 3.7.1995, S. 92. (3) ABl. C 150 vom 19.5.1997, S. 38. (4) ABl. C 304 vom 6.10.1997, S. 55. (5) ABl. C 339 vom 10.11.1997, S. 420. (6) ABl. C 358 vom 24.11.1997, S. 37. (7) ABl. C 14 vom 19.1.1998, S. 39. (8) ABl. C 167 vom 1.6.1998, S. 128. (9) ABl. C 98 vom 9.4.1999, S. 279. (10) ABl. C 150 vom 28.5.1999, S. 203. (11) ABl. C 378 vom 29.12.2000, S. 80. (12) ABl. C 40 vom 7.2.2001, S. 41. (13) ABl. C 59 vom 23.2.01, S. 258. (14) ABl. C 59 vom 23.2.2001, S. 307. (15) ABl. C 67 vom 1.3.2001, S. 304. (16) ABl. C 53 E vom 28.2.2002, S. 114. (17) ABl. C 287 E vom 24.11.2006, S. 75. (18) ABl. C 288 E vom 25.11.2006, S. 66. (19) ABl. C 291 E vom 30.11.2006, S. 292. (20) ABl. C 285 E vom 21.10.2010, S. 53. (21) ABl. C 296 E vom 2.10.2012, S. 26. (22) Angenommene Texte, P7_TA(2013)0045. (23) Angenommene Texte, P7_TA(2013)0444. (24) In ihrem Bericht von 2006 wies die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen über den Menschenhandel, insbesondere den Frauen- und Mädchenhandel, Sigma Huda, darauf hin, dass sich die Prostitutionspolitik unmittelbar auf das Ausmaß des Menschenhandels auswirkt. (25) Unter dieser Internetadresse finden sich mehrere Studien zu Sexkäufern: http://www.womenlobby.org/spip.php?article1948&lang=en. (26) Farley, M., ‘Violence against women and post-traumatic stress syndrome’, Women and Health, 1998; Damant, D. et al., ‘Trajectoires d’entrée en prostitution : violence, toxicomanie et criminalité“, Le Journal International de Victimologie, Nr. 3, April 2005.